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17.06.2016 77 Reax
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Am Gang

Im Zug mit Katja Walder.

Die Frage, warum Menschen konsequent auf ihrem gangseitigen Platz sitzen bleiben, auch wenn der Zug graglet voll ist, beschäftigt mich schon länger. Meine Freundin Elena lieferte mir gestern beim Feierabend-Apéro nun die Lösung des Phänomens «Gangsitzer»: «Wir Schweizer sind einfach zu nett, zu unflexibel und zu devot!», sagte sie triumphierend. Denn meistens läuft es ja so ab: Man geht zu einem Zweiersitz, wo eine Person schon am Gang sitzt, deutet mit dem Finger oder dem Kinn auf den leeren Fensterplatz und fragt «Schdanofrei?» Mit dem «Ja» beginnt die Akrobatik. Dabei ist man ganz selber schuld. Denn durch den Finger-/Kinnzeig auf den Fensterplatz signalisiert man, dass man genau diesen Platz will. Doch eigentlich will man nur sitzen, total egal, ob am Fenster oder am Gang. Der Gangmensch wagt aber nicht, die Alternativlösung «Rutschen» anzubieten, da der Frager ja vermeintlich genau ans Fenster und er ihn nicht brüskieren will. «Wir sind einfach harmoniesüchtige, introvertierte Sturköpfe», sagt Elena. Und schlägt vor, künftig «Törf ich näbed Ihne anesitze?» zu fragen, um das Dilemma zu umgehen. Aber Obacht, Elena! Alles, was von der 08/15-Floskel «Schdanofrei?» abweicht, ist uns harmoniesüchtigen, introvertierten Sturköpfen zutiefst suspekt.

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