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24.05.2016 246 Reax
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Mutter und Kind

Im Zug mit Katja Walder.

In letzter Zeit häufen sich Reklamationen aus dem ÖV, die mir zu denken geben: Nörgeleien über Kleinkinder und deren Mütter. «Hallo Katja. Oft wenn man müde in den Zug einsteigt,  trifft man Mütter mit ihren schreienden Kindern.  Können die nicht ausserhalb der Stosszeiten nach Hause?», fragt etwa Herbert R. per Mail. Nein, Herbert, können sie nicht. Oder nicht immer. Weil auch Mütter ein Leben führen – vielleicht sogar ein Berufsleben. Weil sie das Kind vielleicht jeweils am Arbeitsort in die Kita geben und es dann logischerweise nach der Arbeit wieder abholen. Weil sie vielleicht Termine hatten am Nachmittag und nun rechtzeitig auf den Znacht wieder daheim sein müssen. Weil – glaub es mir, lieber Herbert – keine Mutter FREIWILLIG in der Stosszeit mit Kind und Kinderwagen und Like-a-bike und Regenverdeck und Sändelisachen und Wickeltasche und Postisack und zweitem Kind in der Tragehilfe und sowieso schon schwachen Nerven vom langen anstrengenden Tag in den Zug steigt. In jenen Zug, in dem Menschen wie Herbert sitzen, die vergessen, dass sie selbst mal ein kleines schreiendes Bündel waren. Herbert, mein Tipp fürs nächste Mal: Lächle der Mutter mit schreiendem Kind aufmunternd zu. Sie ist genau so müde wie du.

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