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16.09.2016 57 Reax
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Schlummermantra

Im Zug mit Katja Walder.

Morgens früh im Interregio von Luzern nach Zürich. Eine Frau huscht leise aus dem Ruheabteil, nimmt ihr Handy aus der Tasche, wartet ungeduldig, klopft mit ihren perfekt manikürierten Fingernägeln gegen die Zugtüre und beginnt in aller Lautstärke mit einer kindlichen Stimme zu telefonieren. «Hoi Christian, do esch s Mami! Besch scho uuf, he? […] Ech be onderwägs noch Gänf, he, gääälll. Wäisch das esch uf halbem Wäg noch Clermont-Ferrand, he, gääälll. […] Jo genau, drü Schtond, he, gäääällll. Das hesch jo super uusgrächnet, he, gäääällll. […] Am Obe beni weder zrog, he, gäääälll. […] Jo, drüü Schtond, gääälll. […] Besch am Zmörgele, he? […] he, gääälll. […] he, gääälll. […] he, gääälll ...» Fast wollen einem von diesem Schlummermantra («He, gääälll») die Augen zufallen, doch dann geht es auch schon weiter: «Denn tue no schön zmörgele, he gääälll, ond dis Käfeli trenke, gääälll!» Wie bitte? Abrupt wird man aus dem Dämmerzustand in die reale Welt zurückgeholt. Das Kind muss Kaffee trinken? Das überrascht nun doch. Fast mehr noch als die Vorstellung, das Kind würde Schnaps trinken. Denn, ganz ehrlich, irgendwie muss es das Ganze ja aushalten, he, gääälll.

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