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Bellevue-Bar

19.04.2016 23 Reax
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Bei der Nachfolge ist Reden Gold

Hannes Britschgi, unser Mann in Bern.

Die Nachfolgeregelung ist ein delikates Geschäft. Aktuell zu beobachten bei den drei grossen Bundesratsparteien: ein erzwungener Rücktritt und zwei Überraschungen. CVP-Präsident Christoph Darbellay, noch voll im Saft, muss das Handtuch schmeissen, weil ihm die Altersguillotine den Nationalratssitz kostete. Freiwillig treten Präsidenten ab, wenn es am schönsten ist – auf dem Höhepunkt. Der Erste, der sich feiern liess, war FDP-Chef Philipp Müller. Er schaffte mit seiner Partei bei den Herbstwahlen den Turnaround. Die zweite Bombe liess SVP-Sonnenschein Toni Brunner platzen. Er fuhr mit einem Stimmenanteil von 29,4 Prozent eine historische Höchstmarke ein und brachte einen zweiten Bundesrat ins Ziel. Und Brunner präsentierte gleich noch seinen Nachfolger: den Berner Nationalrat Albert Rösti. Wäre die SVP eine AG und die Parteiführung deren Verwaltungsrat müsste man applaudieren. Aber in einer Volkspartei hinterlässt eine Kandidatenkür ohne breite innerparteiliche Diskussion einen schalen Nachgeschmack. Die CVP und FDP lassen Partei und Öffentlichkeit am demokratischen Prozess teilhaben. Was auf den ersten Blick etwas mühsam wirkt, ist aber demokratisch klar überzeugender.

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