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Bellevue-Bar

19.04.2016 59 Reax
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Mit heissem Draht kalt abserviert

Hannes Britschgi, unser Mann in Bern.

Blocher und Köppel waren in der heissen Phase der Hildebrand-Affäre in telefonischem Dauerkontakt. Den proof of the pudding brachte der Prozess gegen die mutmasslichen Bankgeheimnis-Verletzer. Na und? Ist doch längst allen klar, wie eng Herrliberg und die «Weltwoche» verkabelt sind. Wenn ein Nationalbankpräsident privat Devisengewinne mit einem gewissen Geschmäckle einfährt, dann muss jeder Journalist hellhörig werden, ob bei der «Weltwoche» oder anderswo. Das öffentliche Interesse lässt ihn auch dann recherchieren, wenn die Informationen auf einer Bankgeheimnisverletzung beruhen und der «Briefträger» ein Ex-Justizminister ist. Dass Blocher sich gegenüber den Strafverfolgungsbehörden auf den journalistischen Quellenschutz beruft, ist – bei allem Ärger über seine Notlügen in dieser und anderen Affären – nachvollziehbar und rechtens. Ohne Whistleblower und Zuflüsterer wären die Journalisten oft zahnlose Gesellen. Ihre Wächterfunktion verlangt aber einen guten Biss. Aber nicht ein solcher hat Philipp Hildebrand um Amt und Würde gebracht, sondern dessen Unvermögen, sofort zur Wahrheit zu stehen. Stattdessen schlaumeierte er anfangs: Meine Frau war es – nicht ich.

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