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Bellevue-Bar

17.11.2016 57 Reax
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Trump als Bundespräsident?

Hannes Britschgi, unser Mann in Bern.

Sicher nicht! Wirklich nicht? Ist ein Milliardär, Unternehmer und Populist als Bundespräsident unvorstellbar? Fast wäre es so weit gekommen. Christoph Blocher hat es 2003 immerhin in den Bundesrat geschafft. Er wäre sogar Bundespräsident geworden, hätte ihm das Parlament nach vier Jahren in der Regierung 2007 nicht die Wiederwahl verweigert. Natürlich ist die Rolle des Bundespräsidenten – er ist der Erste unter Gleichen im Bundesrat – nicht mit der Rolle des US-Präsidenten zu vergleichen. Aber Trump und Blocher wirken wie politische Zwillinge. Beide verteufeln die «Classe politique», predigen eine Eigene-Nation-zuerst-Politik, giften gegen ausländische Migranten, träumen vom Nachtwächterstaat und enterten eine alteingesessene Partei. Warum ist Trump durchmarschiert und Blocher nie ganz angekommen? Weil in der Schweizer Demokratie alle grossen politischen Kräfte sich immer die Macht teilen. Keine ist je ausgeschlossen. Aber auch keine hat die alleinige Macht. Und im Machtkartell hat jede Minderheit Einfluss, weil die Kompromiss-Demokratie Schweiz den Ausgleich sucht – die mittlere Unzufriedenheit aller Beteiligten. So bleibt der Schweiz eine Trump-Protestwahl erspart.

 

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