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Fadegrad

12.09.2016 117 Reax
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Chinesischer Klon fürs Jungfraujoch

Steilpass für Politphilosophin Dr. Regula Stämpfli.

Hatte Attila mit seinen Hunnen die Welt noch durch seine Reiterstreitmacht zum Erzittern gebracht, so sind es im 21. Jahrhundert die Horden von Touristen, die keinen Stein mehr unfotografiert auf dem anderen lassen, egal wohin auch immer sie kommen. Souvenir-brandschatzende Ströme ergiessen sich aus Bussen, entströmen Billigfliegern und Kreuzfahrtschiffen und machen ganze Regionen in Europa für Einheimische schier unbewohnbar.

Doch Rettung naht und zwar in Form der reisefreudigen Chinesen. Anstatt um die halbe Welt zu jetten, um ein Bergdorf im Salzkammergut in Österreich zu besichtigen, bauten sie dieses kurzerhand daheim nach. So geschehen mit Hallstatt, das jetzt 1:1 in der chinesischen Provinz Guandong steht.

Eigentlich eh ein betörender Gedanke! Wie wäre es, Luzern, St. Moritz, die Reichenbachfälle u. a. in China nachzubauen mit Aussicht auf Attrappen-Alpen, überall verstreuten glücklichen Karton-Kühen, von denen man Tee melkt? Dadurch rückt der Klimaschutz näher, die Millionen Chinesen würden auch keine Bauchschmerzen mehr vom hiesigen Käse kriegen und der «All inclusive Urlaub» – mit Bergbähnli und Kuhglocken – ist angenehm subtropisch statt alpinisch kalt. Und die Alpen gehören wieder den Steinböcken. Verlockend.

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