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Fadegrad

27.06.2016 73 Reax
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Er hat es erfunden

Steilpass für Politphilosophin Dr. Regula Stämpfli.

 

Von Narzissten erzählt man, dass sie Kritik verachten und äusserst beleidigt reagieren, wenn man sie hinterfragt. Narzissmus ist der Trend der Moderne und so selbstzerstörerisch wie populär. Leider schafft es die pathologische Variante viel zu oft an die Spitze der Gesellschaft. Neuere Studien belegen, dass Narzissten drei- bis viermal häufiger in Machtpositionen vertreten sind als ganz normale Menschen («Die Zeit», 26. Mai 2014).

Nun hat Roger Schawinski ein Buch mit dem Titel: «Ich bin der Allergrösste» verfasst. Man weiss nicht genau, worum es geht. Ist es nun ein populäres Sachbuch mit eventuell copygepasteten Wikipedia-Texten zum Thema, eine Porträtsammlung (selbst-)überschätzter Männer oder gar ein Werk zur eigenen Person? «Seine Beweisführung ist also sackschwach», «Ich habe mich völlig korrekt verhalten» und «Eigenrecherchen sucht man vergebens». Diese Zitate sind keine Kritik an «Ich bin der Allergrösste», sondern sie stammen von Roger Schawinski. So wehrt sich der Medienprofi gegen Plagiatsvorwürfe des «Tages-Anzeigers». Spätestens hier dürfte man laut lachen. Aber die Story hat einen Haken: Humor und Narzissmus vertragen sich nicht, es sei denn auf Kosten anderer. Und genau das macht die Geschichte so unendlich traurig.

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