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Fadegrad

25.07.2016 103 Reax
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Landsgemeinde statt Bombenbunker

Steilpass für Politphilosophin Dr. Regula Stämpfli.

Im Imperial War Museum in London kann man „The Blitz“ – die deutschen Bombardements im 2. Weltkrieg - „nachleben.“ Man sitzt in einem Bunker, hört die Sirenen und spürt die Explosionen im Körper. Gruselig.

Da kam mir ein absolut perverser Gedanke.

Werden die Museen in 50 Jahren vielleicht auch einen Bus, eine S-Bahn, ein Festivalgelände, eine Strandpromenade so einrichten, dass nachfolgende Generationen den Terror, die diversen Amokläufe, die unvermittelten Männer-Blutorgien an Menschen wie Ihnen und mir „nachleben“ können? Nachstellen, wie es sich „anfühlt“ in einer Zeit zu leben, die gesellschaftliche Ohnmacht als geilen Twitterhagel zelebriert? Imitieren, wie es war, wenn angesichts des grossen Sterbens im Mittelmeer, dem sozialen Ausbluten von Griechenland durch die EZ-Bankendiktatur, dem Austritt Englands aus dem Friedensprojekt Europa, der Errichtung eines Folterregimes in der Türkei, Angela Merkel mit Raute, Wolfgang Schäuble im Rollstuhl und François Hollande mit Moped versichern: „Wir schaffen das“?

Deshalb an alle Museen: Weg mit „The Blitz“, her mit dem Marshallplan! Weshalb nicht überall „Landsgemeinde“ üben? Andere Erzählungen sind gefragt, apropos: Schon „Where to invade next“ von Michael Moore gesehen?

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