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Fadegrad

19.04.2016 210 Reax
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Von Phall zu Phall

Steilpass für Politphilosophin Dr. Regula Stämpfli.

Klein ist die Schweiz nur im Geiste. Doch im Waffengeschäft, im Beherbergen steuerfreier Rohstoff-Firmen, in der Banken-Champions-«Lüg» ist sie ganz gross. Weit vorne dabei sind immer wieder die gleichen Journis und Forum-nerds, die von «Phall» zu «Phall» schenkelklatschend über Personen mit Urteilskraft herziehen (hier ein kleiner Insidergruss an besonders üble mediale Schwanz-wedler). So vermeidet man geschickt, über die Ursachen (Kriegsmaterialexport) und die Wirkung (Millionen von Kriegsflüchtlingen) zu berichten. Geld stinkt bekanntlich nicht. Auch das durch dreckige Exportgeschäfte produzierte Blut haftet – anders als bei Shakespeare – an keinen Händen. Deshalb kann man sich medial vor der eigenen Haustüre tierisch über die Verschleierung von Frauen aufregen, aber gleichzeitig grad in den Verschleierungsländern Millionen mit Kriegsmaterial verdienen. Wie soll man eine derartige Politik- und Medienberichterstattung eigentlich nennen? «Frauenrechte light?» oder «Helvetischen Schussverkauf?» Bei Sophokles sagt Antigone: «Ich bin nicht geboren, um Hass zu teilen, sondern Liebe.» Die eidgenössische Version davon lautet: «Ich bin nicht geboren, um Demokratie zu teilen, sondern Geld zu verdienen. Hier zählt nie das Wie, sondern nur das Wieviel.»

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