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Geld und mehr

17.08.2016 18 Reax
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Augenschein im Grenzgebiet

 

Eine Velotour ins Dreiländereck Österreich, Ungarn, Slowenien wirft Fragen auf. Punkto Bodenbeschaffenheit und Klima sieht zumindest das ungeübte Auge keinen Unterschied. Maisfelder, saftige Wiesen, Kornfelder – so weit das Auge reicht.Doch wenn man von Österreich her ins erste ungarische Dorf kurvt, taucht man in eine andere Welt ein: Vergammelte Häuser, verwahrloste Gärten, holprige Strassen. Die Schulhäuser, Mehrzweckhallen Solarpanels, die drüben das Ortsbild prägten, fehlen hier. Auch die Sonne übertüncht die Tristesse nicht. Was macht den Unterschied aus? Schreibtisch-Ökonomen tippen auf fehlende Wettbewerbsfähigkeit und Exporte. Falsch. Der Export macht die Leute arm. Die Bauern wenden 49 Rappen auf, um Mais und Gras erst in Silage und dann in einen Liter Milch zu verwandeln – der ihnen auf dem Weltmarkt 21 Cents bringt. Österreichs Stärke liegt darin, dass es den Leuten besser gelingt, wenigstens die restlichen lokalen Reserven für das zu mobilisieren, was man selber braucht – adrette Häuser, Schulen, Mehrzweckhallen, Solarpanels – und lauschige Buschenschenken für hungrige Velotouristen.

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