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Geld und mehr

29.06.2016 103 Reax
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Die Renditeschwelle schwillt

 

Jetzt haben die Zentralbanken die Zinsen doch auf null gesenkt. Warum wird dennoch so wenig investiert? Das, so hat «Le Figaro» seinen Lesern diese Woche erklärt, sei «die Folge des Anstiegs der Renditeschwelle» auf 12% und bei den Grossunternehmen sogar auf 18%. Im Klartext: Die Unternehmen investieren nur, wenn sie mit mindestens 12% Rendite rechnen können.

Wie die Renditeschwelle ansteigt, erfuhr der geneigte Leser am Tag danach unter dem Titel: «Immer mehr Unternehmen schliessen Kompetitivitäts-Abkommen ab.» Als leuchtendes Beispiel wurde Re-nault erwähnt, wo sich die Angestellten gegen eine Job-Garantie von drei Jahren verpflichtet haben, beim gleichen Lohn 6,5% länger zu arbeiten. Zudem werden die Nacht- und Sonntagszulagen gekürzt.

Man könnte auch von Erpressung reden: Löhne runter oder ich entlasse dich. Doch klassenkämpferische Töne passen nicht in seriöse Zeitungen. Deshalb nennt man das Ding neutral «Anstieg der Renditeschwelle».

Das klingt nach höherer Gewalt, nach Ebbe und Flut. Einige Gewerkschaften, tadelt «Le Figaro», hätten die Zeichen der Zeit leider noch immer nicht erkannt.

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