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Geld und mehr

30.11.2016 24 Reax
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Schuld und Sühne

 

Schuld kommt paarweise: Schuld und Sühne. Schulden und Guthaben. Moral und Buchhaltung. Gebildete Menschen können das unterscheiden. Der NZZ kommt der Staat dazwischen. Sie schreit beim Stichwort Staatsschuld reflexartig nach Sühne. Deshalb erfüllen sie die steigenden Zinsen in Portugal und Italien mit Freude. «So stellen sich wohl die Gründerväter die Bestrafung durch den Markt vor», schreibt die NZZ unter dem Titel «Die Rückkehr zur Disziplin». Die Buchhalterseele hätte stattdessen den Gläubiger hinter dem Schuldner gesucht: Den Staatsdefiziten in Italien und Portugal (und nicht nur dort) stehen steigende Überschüsse der Unternehmen gegenüber. Die wiederum kommen von Löhnen, die immer öfter unter das Existenzminimum sinken – was die Sozialausgaben steigen lässt. Nachzulesen in dürren Statistiken. Wenn die Zinsen um 1% steigen, heisst das rechnerisch, dass beide Länder ihre Sozialleistungen um rund 7% senken müssen. Geschenke gestrichen, Zimmertemperatur? 15 Grad. Der Markt straft, die Gründerväter locken froh. Die NZZ weiss: Wo Schuld ist, muss auch Sühne sein. Amen.

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