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Geld und mehr

19.04.2016 365 Reax
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Trittbrettfahrer ausbremsen

 

Angenommen, unser BIP wächst statt um zwei jährlich nur noch um ein Prozent. Sind wir dann bald nur noch halb so reich wie heute, oder werden wir jedes Jahr um ein Prozent reicher? Die Antwort ist klar. Dennoch lesen wir immer wieder Sätze wie diesen: «Vieles deutet darauf hin, dass das Wachstum tief bleibt und die Zukunftsaussichten noch grimmiger werden.»

Das ist zwar unlogisch, aber nicht falsch: Nur ein Prozent Wachstum bei zwei Prozent mehr Produktivität ergibt ein Prozentpunkt mehr Arbeitslosigkeit. Wollen mehr Leute arbeiten als es Stellen gibt, drückt das die Löhne. Die Spirale dreht sich abwärts. Kürzlich hat ein Hersteller von Armaturenbrettern 5000 Stellen von Rumänien in die Ukraine verlagert, wo er statt 1.50 nur noch 0.70 Euro pro Stunde zahlt. «Wir» produzieren zwar mehr, aber andere profitieren.

Doch mehr Wachstum löst das Problem nicht. Zumindest so lange  nicht, als Hersteller von Autos oder Schokolade Löhne bezahlen dürfen, von denen man sich knapp eine Fahrradklingel oder einen Brotkrumen leisten kann.

Diese Trittbrettfahrer muss man ausbremsen.

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