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Gimmas Welt

19.04.2016 185 Reax
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Blatter heilig gesprochen!

Rapper Gimma.

Rekapitulieren wir die Ereignisse bis 2017!

Alles begann mit der Auszeichnung zum «Schweizer des Jahres (der Weltwoche)» 2015. Mit dieser höchsten aller Auszeichnungen in elitären Schweizer Pfennigfuchser- und Mauschlerkreisen konnte er endlich den lang ersehnten Fuss in die Türe des «Martyrerstatus ohne Tod» setzen. Ab diesem Zeitpunkt ging es rasant: noch im Dezember desselben Jahres wurde ihm zu Ehren die nominelle Präsidentschaft der FIFA offiziell abgeschafft. Er, der sich stets für Transparenz und klare Stabsapparate eingesetzt hatte, konnte mit der Auflösung des eigenen Postens höchstpersönlich die Lösung aller kleineren Schwierigkeiten des grössten steuerfreien Zürcher Turnvereins liefern. Diese Meisterleistung brachte ihm dann auch im Januar 2016 Christoph Mörgelis goldenen Stuhl für «verstaubte Angelegenheiten» auf Lebenszeit an der Uni. Ein Preis dotiert mit 17 Teil-Preisen. Auch dies eine Erfindung von Blatter dem Grossen, wie ihn die Staatschefs von Israel und Palästina stets ehrfürchtig nennen, wenn er wieder in Krisenzeiten erfolgreich Kinderfriedhöfe durch Fussballplätze ersetzt.

Er, mit Platini der Erfinder des verbindlichkeitsflexiblen mündlichen Vertragssystems zum Transfer von «Beiträgen» für «Leistungen» - nicht nur eine Legende in Wirtschaftskreisen. Vor allem sein soziales Engagement, teils in Ländern, in denen mehr Leute an Fussball sterben als spielen (Gruss nach Qatar). Ein Mann der die Welt zu einem kleinen, gemütlichen Chalet macht. So wurde früh 2017 denn auch folgerichtig Raclette im Oberwallis neu in Blattlette umbenannt. Dazu werden Schürkli gereicht und Silberspenden. Die erste lebendige Heiligsprechung. Noch nie wurde einem Menschen bereits lebend die Ehre zuteil, heilig gesprochen zu werden. Begünstigt durch den - extrem dringend notwendigen - geschenkten Stadionbau für den Vatikan in den Dimensionen 100'000 Zuschauer und Logen für Papst, Vater, heiligen Geist und Sohn plus 2+ Chefsessel für Blatter knapp darüber. Ein Bau wie eine Kathedrale, erbaut aus den blutigen Händen ärmster Flüchtlinge, endlich unter dem Dach des Fussball befreit von jedem Leid. Die erste lebendige Heiligsprechung. Nur eine Person der Gegenwart konnte hier Blatter überhaupt Wasser, Weihwasser oder Freistossspray reichen: Mutter Theresa. Aber: was hat denn diese Mutter Theresa schon gross geleistet ausser Kopfbedeckungen in der Farben Blau/Weiss ausserhalb von Zürich etabliert zu haben? Eben, auch Sie, ein Fussballfan!

2015 bereits nominiert für den Friendensnobelpreis von Russlands Präsident Putin - ebenfalls bekannt für seine exzessiv friedliebende Art zu expandieren und zu anektieren - welcher postwendend im Jahre 2016 von Blatter für selbigen Preis nominiert wurde. Eine Fanghand wäscht die andere und ein Schelm, wer Zuberbühler denkt, *hust* Beckenbauern, alles! Die neu eingeweihte Blatter Statue vor dem Landesmuseum Zürich, 100 Meter hoch, aus Palladium, bestückt mit Blutdiamanten aus fussballaffinen Ländern in Afrika. Mit Laseraugen, die Wahlweise das Bundeshaus in Bern oder den Genfersee mit dollargrüner Farbe einstrahlen. Ein Mann des Volkes, integer, ehrlich, transparenter als jede brechende Wasseroberfläche der jungen Rhone.

Ab Heute lernen Schweizer Schüler richtigerweise in Geschichte, dass dieser Mann alleine die Welt verbessert hat. Uneigennützig, gütig, fair, gerecht. Blatter schiesst mit der goldenen Armbrust auf den Fussball auf Walterlis Kopf. Eine Kratzwunde bleibt vielleicht, aber wie hat der arme Walterli Freude am Fussball seit jenem Tag! Im Namen des Vaters, des Sohnes und Blatters Geist, Elfer.

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