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Gimmas Welt

19.04.2016 36 Reax
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Gedanken zum WEF: Vierte Revolution

Rapper Gimma.

Nun ja, wer hätte es gedacht. Die neuste Revolution kommt nicht aus den Händen derer, die seit Jahren Revolution ausrufen. Nein, schockierenderweise sind es tatsächlich die Grossindustriellen, die Mogule höchst selbst, die den revolutionären Touch verkünden dürfen. Und sie haben sogar Recht: es stimmt!

Die Revolution ist da. Keine jammernden Mitarbeiter mehr, keine Gewerkschaftsplackerei, keine Demos von Studenten vor dem Firmensitz wegen Ausbeutung der Kinder.

Es scheint möglich - nunja ich gehe sogar stark davon aus, dass es bereits solche Piloten gibt - den Mensch bis auf den Entscheidungsträger aus einer wirtschaftlichen Unternehmung zu verbannen. Du kannst zum Beispiel deine Pflanzen elektronisch überwachen von Saat bis Ernte, elektronisch abpacken, vertreiben, versenden und verkaufen. Das hätte früher hunderte von potenziellen, undankbaren Risikomitarbeitern benötigt. Unfassbar! Wer braucht das? Keiner!

Oder nur schon im Coop. Wir checken inzwischen selber out. Warum? Geht schneller, scheinbar. Wir ersetzen die Fachkraft gleich selber. Ja sind wir denn nicht die nettesten Menschen auf Erden?

Drohnen liefern dir Pakete aus! Oder Pizza! An's Fenster! Sensationell, sparen wir uns den Kurier.

Irgendwann werden Roboter Roboter bauen. Dann sieht es dann aber langsam ganz schlecht aus für uns. Die Firmenbesitzer, gewiss zukunftsfreuende Menschen, zählen die Dollares, treffen ein paar fundamentale Entscheide je Quartal und lassen Roboter die Roboter pflegen. Aber brauchen täte es sie am allerwenigsten. Würde man logisch und mit Statistik - nicht mit Fleiss und Handwerk - an die Sache steigen, müsste man den Kopf entfernen, nicht die Hände. Es liegt ja wohl kaum im Interesse des Einzelnen, sich selbst abzuschaffen. Oder doch?

Oder wenn der Staat ohne Gewinnambition die Bewirtschaftung des Bodens in die Hände der Roboter gäbe - wir wären versorgt. Und der Bauer nicht mehr existent. Ach, diese Spielplätze immer am WEF. Höchstspannend, weiter entfernt von der Humanität als die Wüste vom Wasser. Und ich gebe es mir am TV, staunend. Da reden diese Männer. Ohne Übersetzer oder Journalisten, untereinander. Wir wissen gar nicht so genau, was sie eigentlich beschliessen, an diesem WEF, was sie da besprechen. Aber offenbar wurden die noch nicht durch Roboter ersetzt oder überwacht. Eigentlich schade, das wäre letztendlich konsequent.

Ich lese in einem Interview, dass Robotik Vorteile bringen wird. Arbeitsplätze schaffen, werde es. Ich staune nicht schlecht. Der Roboter übernimmt per Definition die Aufgabe eines Menschen, oder natürlich von mehreren. Ich kann mir beim besten Willen kaum vorstellen, dass der Zweck dahinter sein soll, Arbeitsplätze zu schaffen.

Plötzlich verstehe ich, weshalb meine Grossmutter mir irgendwann einmal gestanden hat, dass sie Angst vor Maschinen habe. Diese Maschinen haben Menschen ersetzt. Auch damals generierte die Industrialisierung natürlich auch Arbeitsplätze. Auch damals ging es um Profit.

Auf dem Bildschirm redet ein Chef einer Schweizer Bank über die Chancen der Digitalisierung. Die Chancen der Digitalisierung? Chancen? Chancen auf WAS?

Es wird aufwendig Hoffnung geschürt. In den nächsten Monaten werden wir mit Sicherheit einen rasanten Anstieg an Erfolgsmeldungen aus der Roboterindustrie vernehmen. Der Drohnenkurier, die Fertigungsreihe aus Metallarmen, NATÜRLICH werden sogar humanitäre Erfindungen auftauchen, ich denke an Blindenhunderoboter. Ich denke an Roboter.

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