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Gimmas Welt

19.04.2016 57 Reax
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Grösser der Schmerz, süsser das Bier

Rapper Gimma.

Natürlich kann man das Handy ausschalten, in die Ecke werfen, das Internet kapern, die Türe verriegeln, die E-Mail Adresse entkoppeln, die Nummer wechseln, umziehen, sich verkleiden, das Gesicht operieren, untertauchen oder sich erschiessen. Kann man machen.Macht man leider auch manchmal.Oder man schnappt sich den besten Freund, geht sich einmal gottsjämmerlich betrinken beim Bowling, nimmt das Handy zur Hand und tippt sich mit umgekehrter Trinkerlogik um Kopf und kragen.«Ghosting», das sollte man vielleicht eher nicht machen, so direkt und ungefragt. Denn das, was einige als «konsequent» beschreiben, ist durchaus grausam. Natürlich gibt es auch hierfür Gründe. Wenn jemand zu drohen beginnt oder im allerfeigsten aller feigen Verhalten von Suizid spricht. Da empfiehlt sich sogar, von der Bildfläche zu verschwinden.

Dabei kann man ja bowlen gehen. Oder zum Fussball. Oder zum Shopping. Man könnte auch einen Fake Account eröffnen und sich eine Nacht lang furchtbar grenzwertige Kommentare unter jede Diskussion zum Thema Ausländer erlauben, um Druck zu entlasten. Scheint im Trend zu sein.Bowling scheint mir sinnvoller. Manchmal stehe ich betrunken, mitten in der Nacht, auf der Brücke vor unserem Dorf und pinkle fröhlich herunter. Diesen August hielt ein Auto an, ob es mir gut gehe.«Nur Liebeskummer, alles oheiiii....! »Dann kotzte ich die Quesadilla in den grausten Rhein aller Sommernächte und torkelte unzufrieden ins Heim, zum Kühlschrank und versuchte aus Butter eine Salatsauce zu zaubern, die ich danach über halbgekochte Kartoffeln verteilte. Zumindest sah das nach dem ursprünglichen Plan aus, am Tag danach, in meinem Wohnzimmer. Immerhin, eine halbe Kartoffel hatte ich verspeist, um den mexikanischen Fladen zu ersetzen.

Als Steppenwolf ist man kein Sozialprojekt. Man ist noch nicht einmal wirklich sozial. Und so erstaune ich mich auch selber nur selten mit meiner aufkeimenden Panik, sobald jegliche Art von Ende in Sicht ist. Man will es ja nicht, aber man will es ja auch nicht mehr. Man will einfach nicht, auch wenn etwas manchmal toll ist. Seltener ist es toll genug. Tollwut wohl eher. Wut scheint noch das gesündeste zu sein, in solchen Situationen.

Oder Bowling. Und Bier.

Big Lebowski Style

: «Fuck it dude let's go bowling!»

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