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Gimmas Welt

19.04.2016 33 Reax
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Grüne Weihnachten und ein frohes grünes neues

Rapper Gimma.

Jahr Jesu Geburt ist schon seit Jahren eine Veranstaltung im grünen Gewand. Zumindest will mir nicht mehr einfallen, wann es das letzte Mal geschneit hat am heiligsten aller kommerziellen Abende. Seit 10 Jahren wohne ich an einem Ort, der den Begriff «Fönloch» wahrlich verdient. Selbst wenn der Rest des ebenen Teils des Kantons langsam gepudert wird, schafft es Windmühl­-Haldenstein locker, binnen ein paar Stunden jedes Weiss dahinzuraffen wie ein massiv aggressiver Virus. Das hat wie gesagt Gründe. Dennoch schneit es auch zu wenig. Viel zu wenig. Hier im Tal ist es ja noch eine Sache, aber sogar die Schneesport­-Orte haben so einige Gemeinheiten zu beklagen und auch der hinterletzte Öko­-Heini muss hier irgendwann eingestehen, dass die Beschaffung von Schneekanonen definitiv weniger schmerzt als der Export von Waffen. Auch wenn es oft anders tönte, noch vor wenigen Jahren. Jetzt ist das Grün Realität. Wir leben vom Tourismus hier. Die Angebote werden von Jahr zu Jahr mehr auf den Sommer ausgerichtet, die Attraktionen verlagern sich. Macht Sinn. Warum sich noch keiner ein wirklich cleveres Konzept zur Grünen Weihnacht zugetan hat, weiss ich ehrlich gesagt nicht. Natürlich werden Experten monieren, dass auf diesem Weg der Ur­Wunsch des Touristen vorab untergraben wird und er so blitzartig einen anderen Ort ­ einen hoffnungsvollen Ort mit Schnee auf Flyern, Postern, Webseiten, Plakaten, schüssmitot ­ aufsuchen wird. Aber dies auch nur, bis sich die Idee manifestiert hat oder der Traum auch anderswo ausgeträumt ist. Oder? Naja, vielleicht bin ich doch zu naiv in dieser Überlegung. Wir nähern uns den letzten Tagen von 2015. Ein selten grünes und warmes Jahr. Diesen Sommer habe ich keine Ferien genommen, allerdings eine Woche Pause, um gegen die Hitze anzukämpfen mit Kühl. Und jetzt dieser Dezember. Wieder warm. Aussergewöhnlich warm. Sagen wir es: extrem warm. Und wieder habe ich ein paar Tage frei genommen, dieses Mal weil mir das milde Wetter persönlich ganz gut gefällt, abgesehen von den gravierenden Folgen für die Ferienregion um mich. Können wir uns an die Temperaturen gewöhnen? Ja. Sind wir bereit uns den Herausforderungen dieses Wandels zu stellen? Nein. Ist dieser Beitrag wertend? Nein. Das Ende naht, auch in diesem Jahr, rückt auf die Pelle auf, im Kartoffelstaat miniature. Hier sind wir, hier ist jetzt, das sind die neuen Spielregeln für unser erfolgreiches globales Brettspiel als Erholungszone. Grüne Weihnachten, grünes neues Jahr! Grün, grün, grün. Grün. Genug grün, jetzt.

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