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Gimmas Welt

19.04.2016 55 Reax
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Schweizer des Jahres

Rapper Gimma.

Die wichtigsten Menschen des Jahres 2015, schiins. 2015. Polo Hofer und Sepp Blatter sind die «Schweizer des Jahres». Dies zum einen gevotet vom SF Publikum, zum anderen von der Weltwoche proklamiert. Interessante Wahl in beiden Fällen. Es hat mich ins Grübeln gebracht. Jedes Jahr werden von diversen Institutionen, Medienhäusern, Lesern, Zuschauern usw. Polls erstellt, Hitparaden der zählbaren Sympathie oder der angeblichen Relevanz. In diesen beiden konkreten Fällen wurde ein ziemlich grosser Anteil der heutigen Schweiz kaum bis gar nicht gespiegelt oder überhaupt erst berücksichtigt. Mir persönlich ist das zwar schnurzpiep egal. Gönne ja jedem seine Preise und auch die Anerkennung. Aber das ist wohl wahrscheinlich die Schweiz, so wie wir sie gerne gesehen haben möchten. Von innen betrachtet. Habe mich gefragt, wer sonstwo auf der Welt irgendwen als «irgendwas des Jahres» gewählt oder bestimmt hat. Wer waren denn nun die «wichtigsten» Personen auf unserem schönen blauen Spielball der Eitelkeiten? Symbolisieren diese Personen etwas für uns? Kennen wir sie überhaupt? Hier die Preisträger: Time Magazine POTY: Angela Merkel. Obwohl Donald Trump nicht müde wurde, zu erwähnen, dass er diesen Preis eher verdient gehabt hätte. Der «American Comedy Award 2015» ist aber noch ausstehend ­ da hätte er definitiv Chancen! CNN JOTY: Stephanie Doetzer. MTV Artist of the Year: Adele. Hello! Bravo Gold Otto: Ed Sheeran und Lena. Es werden inzwischen übrigens auch «Super­Youtuber» ausgezeichnet. Kann man tragisch finden. Oder gleich ignorieren. Wobei: nichts gegen Ed Sheeran, der ist grandios. DJ Mag Top 100: Dimitri Vegas & Like Mike. Kenne ich persönlich nicht, aber das wird den Herren herzlich egal sein bei den DJ Gagen in diesem Segment. Und Fans haben sie ja ganz offensichtlich ohnehin genug ­ es handelt sich nämlich um einen globalen Publikumspreis. GQ MOTY: Christoph Walz. Zurecht, wie ich meine. Oscar beste Hauptdarsteller: Eddie Redmayne und Julianne Moore. Die wirklich heisse Debatte damals betraf jedoch fortwährende Rassismus­-Vorwürfe an die überalterte Jury. Julianne Moore ist trotzdem eine Göttin. Goldene Himbeere für die schlechtesten Schauspieler 2015: Kirk Cameron und Cameron Diaz. Aber konzentrieren wir uns auf die «schönen» Dinge... Playmate des Jahres: Dani Mathers. Sie gewinnt schon mit ihrem Namen Punkte. Penthouse Pet of the Year: Layla Sin. Sie sowieso. Miss Universe: Pia Wurtzbach. Sie eher weniger. Miss World: Mireia Lalaguna. Sie dafür wieder eher mehr. Wobei ich mich frage, weshalb keine Aliens mitmachen bei der Miss Universe Wahl? Wenn es ja schon eine Miss World Wahl gibt?! Rassismus? Bachelor­Paar USA: Chris Soules & Whitney Bischoff. Sie haben sich im Finale ewige Liebe geschworen, verlobt und postwendend wieder getrennt. Wie man das eben so macht, sobald die Kamera nicht mehr mitläuft. Big Brother England: James Hill. Ich hoffe er hat etwas davon. Irgendetwas.Friedensnobelpreis: Nationales Dialog­Quartett Tunesien. Das musste ich allerdings googeln. A propos: Meist gegoogelte Person der Welt: Lamar Odom. Ein kürzlich tragisch abgestürzter Basketball­-Profi. Meist gegoogelt in der Schweiz: Roger Federer. Neuerdings Bündner. Kein Zufall. Beenden möchte ich den Reigen mit dem Rolling Stone Deutschland. Album des Jahres: es stammt von Julia Holter. Wirklich spannend aber finde ich den 19. Platz: eine Schweizerin! Die wunderbare Sophie Hunger. Der Kurzbeschrieb zu ihrem Album langt aber brutal zu. Ich zitiere: «Eigentlich der einzige Grund, sich über die Existenz der Schweiz zu freuen». Vielleicht wäre Sophie Hunger die bessere Wahl als Schweizerin des Jahres gewesen. Von aussen betrachtet.

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