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Gimmas Welt

19.04.2016 54 Reax
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Von der Meinungsdiktatur

Rapper Gimma.

Seine Tochter ist der fremde Vogt. Er selbst Besitzer eines Schlosses. Näher kommt man einer Dikatur in einem demokratischen Land wohl kaum. Ausser man sieht von diesen Tatsachen ab, lehnt sich mit Pathos auf und schiesst gegen jegliche Judikative und Exekutive. Kann man machen. Der Pöbel wird abgelenkt. Aber das Verhalten einer in die Ecke gedrängten Minderheit, die sich mit der lautesten Stimme wehrt um sich aufzubauen, funktioniert auch nur als Minderheit. Sonst reduziert sich der Ansatz der Verbesserung auf den Pathos. Und das ist dann eher etwas peinlich, weil eine Nullrechnung.

Schreit laut die Not, der Herrgott möge helfen!

Ich bin einer seltsamen Überzeugung, dass egal welche politische Tendenz eine Regierung hat, sie durchaus positive Resultate für ein Volk erzielen kann. Niemand wird leichtfertig uneingeschränkt behaupten, dass eine unbequeme und kompromissfreie Politik nachhaltig schlecht für den Bürger sei. Natürlich fährt man die allgemeine Zufriedenheit ausserhalb der Landesmauern vor die Wand, wenn man Ausgrenzung als Leistungssport betreibt. Der einzelne Schweizer, nunja, dem kann es trotzdem gut bis besser gehen. So verantwortlich er sich auch für die Fremde fühlen mag, er selbst braucht sich wenig Sorgen zu machen. So bequem aber auch! Dies bedeutet nämlich, dass man ohne wirkliche Konsequenz am Leib eine Politik vertreten kann, die radikal aussichtslos bleibt, zu extrem oder ungeschickt. Gesagt ist noch schnell einmal etwas, aber spätestens wenn man eine Plünderung einer geschlossenen Bar als politischen Akt gegen die Globalisierung verklärt, reibt sich die Schweiz Ohren und Augen. Genau so wird sie irgendwann begreifen, wo der bellende Hund begraben liegt.

Eine schwierige Zeit liegt vor uns. Die politische Mehrheit des Landes scheint eindeutig überfordert vor der Herausforderung zu stehen, einen konstruktiven Plan auszuführen. Politiker im allgemeinen sehen sich mehr denn je als selbstprofitable Dienstleister. Aber wozu braucht es schon mehr Charakter, wenn die klassische Gegenseite - sowohl die Radikale als auch mässige Linke - sich selbst leidenschaftlich verrennt mit den teilweise ähnlich obskuren Ideen? Für nichts, richtig. Die Arschkarte verschiebt sich je nach Thema einmal quer über den Tisch und wieder retour, je nach Situation. Und der alte Mann, der steht an diesem Rednerpult und nimmt sich tatsächlich noch selber ernst, als er von Diktatur schwafelt. Hätten wir eine Diktatur nach klassischem Vorbild, würde wenigstens vorwärts gearbeitet. Aber das versteht der Oberdiktator nicht, der gebückte, sabbernde. Er sieht seine eigene Stärke nicht einmal mehr in einem rationalen Kontext vor sich im Spiegel. Für sich bleibt er der Verteidiger, selbst wenn er längst neben der Guillotine Platz bezogen hat und hauptsächlich mit seinen eigenen Richtern berät, was nach Bildung, Sozialwesen, humanitären Interessen und den Bauern noch geopfert werden könnte für die Interessen seiner Monetärlobby. Eine Diktatur des Faschismus.

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