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Gimmas Welt

19.04.2016 50 Reax
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Wanderbegegnungen

Rapper Gimma.

Es ist Sommer, lass uns raus gehen. Den ersten Sonnenbrand pflegen, wie ein Geschwister, ein englisches. Lass über Wolken diskutieren, als sei Wetter ein Wunschkonzert. Moderiert von Andy Borgs notgeiler Schwester, laut aus den Boxen knallend. Während eine neuerdings auch an Regentagen äusserst touristisch geschulte ältere Dame mir freudig eine Rost-Kalbsbratwurst mit Kartoffelsalat hinstellt, die sich noch als absolut wahnsinnig fein herausstellen wird. Hier läuft eben so ne Musik. Zu trinken: Most (süss/sauer, mit/ohne, klar/trüb) sauer, mit, trüb. Irgendein Song mit Sonnenschein und Spanien, hier in den Schweizer Bergen, zwischen imposant blumig dekorierten Hinterhof-Swag Kneipen, die aber dennoch auf die überbrandeten Sonnenschirme Marke Konträrfarben-Brauerei nicht verzichten wollen. Schorsch heisst meistens jemand der eigentlich wohl Georg heisst und entweder redet er gerade von Fleisch oder er steht selber am Grill und macht es verdammt gut und cool dabei. Er verstehe ja Vegetarier schon, aber er sei hald auf dem Bauernhof aufgewachsen. Ja ich auch. Ob ich noch vomn Entrecote probieren wolle, ohne dass die Freundin es sieht? Logo! Alpen Idylle!

Früher waren im Sommer auf den Alpen eher Familien und Rentner anzutreffen, im halbernsten Gang über Stock, Stein und Halbstrasse. Neuerdings aber wieder Paare und vor allem Biker. Junge Menschen mit unfassbar teuren Velos. Und es ist awesome. In Chur hat es einen wunderschönen Bike-Trail und ehrlich, das ist super, sieht man nicht nur Wanderer sondern sieht hie und da einen Mittzwanziger in Fremdsprachen jubelnd über eine Holzrampe mitten im Wald segeln. Oder ins Gebüsch. Hoch fahren sie mit der Bahn, runter mit dem Teufel. Macht Spass zuzuschauen.

Die Alp lebt wieder im Sommer. Das war jahrelang eher Teil der Ödnis im Bündner Sommer. Aber plötzlich bricht wieder die Bewegungsfreude aus, wie im Winter beim Zumba. Und die Geselligkeit. Man grüsst sich, man mag das. Es riecht nach Neu auf den Waldwegen! Aber nicht nach dem Neu von diesen Autobäumchen, sondern das Tannenharz gegen Regenwasser Neu! Wo Erdbeerchen am Wegrand vorblühen und Ameisenhaufen Monumente der Ruhe sind. Wo Kinder mit Dingen spielen, die sie nicht nachhaltig zu Idioten stempeln, sondern ihr ADHS eliminieren. Der Wald, die Alp, das gute Neu.

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