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Gimmas Welt

30.09.2016 48 Reax
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Wanderern

Rapper Gimma.

Die Sonne scheint heller auf dem Gipfel, gell?

Dieses Jahr war Wandern das Ding bei mir. Nicht zu verwechseln mit Bergsteigen. Diesen Teufelsmenschen schaue ich jeweils nur bewundernd nach, wenn ich ihnen am Fusse der Bergbahnen begegne. Grosser Respekt auch für die Spinner, die joggend an dir vorbeiziehen, bevorzugt lächelnd in einer harten Steigung, genau dann, wenn du deinen Bauch kurz entspannen lässt. Da steht man, etwas unförmig wie eine Aubergine nach der Mikrowelle und sieht so einen stramme Sehne an sich vorbei hüpfen, mit leiser Atmung, während man selber laut keuchend mit den Händen an den Hüften nach der Jugend in der Lunge sucht, Blick ins Tal. Dabei habe ich nicht Mal geraucht! Nie! Hilft jetzt auch nichts.

Wandern bietet mir auch insofern einen Vorteil, weil es etwas ist, das ich vor meiner Haustüre machen kann. Wäre ich Fan von Wakeboarding oder Basejumping wäre es schon schwieriger, da wüsste ich nicht wohin. Aber für Wanderungen zahle ich dem Busfahrer einen Obolus und fahre bis an den Stadtrand oder kann eigentlich sogar von mir aus in 30 Minuten zur ersten Bahn latschen. Das sind schon Vorteile.

Man trifft auch viele nette Menschen auf so einem Bergweg. Und ich, der ja sonst kaum weiss, was er mit Leuten besprechen soll so im Allgemeinen, ich bin ziemlich froh kann man einfach kurz Tagesform und beste Strecke diskutieren und vor allem und immer wieder Leute auf meinem Hausberg vor dem «Aussichtspunkt» «Spundisköpfe» zu warnen. Nicht, dass es nicht spannend wäre, da einmal im Leben hochzueiern, aber kennen Sie das wenn man eine Strecke zurücklegt und merkt, dass weder Aufwand noch Ertrag in einem Verhältnis stehen, die eine Rechtfertigung bieten würden, sich diesen Mist doppelt anzutun? Eben.

Aber oh mein Hausberg, oh mein Hausberg! Er ist Stein gewordene Heimat. Es beruhigt unglaublich, vom hohen Gipfel ins Tal zu schauen. In diesen Momenten bewundere ich diese sportlichen Rennbergsteiger noch etwas mehr, ehrlich gesagt. Die schauen ja von höher nach tiefer.

Und manchmal, ganz selten, begegne ich jemandem, der unfreundlich ist. Oder zu laut. Oder unsäglich nervig. Die kann man ja dann auf die Spundisköpfe schicken. Da schwitzen sie sich eine knappe Stunde ab und haben vom Berg Geduld gelernt.

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