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Gimmas Welt

19.04.2016 53 Reax
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Wenn Videospiele doof machen, was machen dann erst Retro-Videospiele?

Rapper Gimma.

Erschiesst irgendwo auf diesem Planeten irgend ein Kauz etwelche Unschuldigen, findet man nach seiner Facebook-Vorankündigung garantiert irgendwelche Ballergames. Dass die ihn zwar vermutlich eher davor bewahrt haben, früher abzudrücken, überlassen wir den Theoretikern zum Thema.

Videospiele sind Heute etwas Beiläufiges, kaum mehr Exklusives. Ab dem Tag des ersten smarten Phones, sind die Spiele verfügbar und unmittelbarer Teil der Jugendkultur. Waren es vor einigen Jahren noch irgendwelche Minigames auf Spiele-Plattformen im Netz der die Jugend folgte, sind sie nun in Hülle und Fülle verfügbar in den Gratis-Shops der Google oder Apple Kirchen.

Videospiele früher, das können sich heutige Teenager ja gar nicht mehr vorstellen. Für die sind 8Bit Klänge, Amiga-Speicherdisk-Surren oder - Gnade Gott - das Aufziehen von Magnettapes für die Datenübertragung weit entfernte Rituale irgendwelcher Opis. Und ehrlich gesagt, ich habe leider noch nie jemanden getroffen, der jünger war als ich und eine Leidenschaft für ältere Videospiele gehabt hätte. Damals, als wir die langsame Verdichtung der Pixel und Vergrösserungen der Farbpalette schon als Revolution benannten und ernsthafte Diskussionen darüber führten, «wie echt» das alles aussah, wie Räume dimensional wurden und Klang ertönte. Ernsthaft. Ich erinnere mich an ein solches Gespräch, als mit «Blades of Steel» ein grafischer Quantensprung zu «Ice Hockey» gelang. Die Zeit würde es richten, dachte ich mir und da ich beide Spiele und NES noch immer besitze, kann ich es ja zugeben: «Ice Hockey» bleibt eines der besten Spiele aller Zeiten. Und «Blades of Steel» sieht Scheisse aus, inzwischen neu betrachtet.

Aber zurück zu den Aggressionen. 2 Player Spiele waren seltenere frühere Konfliktgaranten. Irre wurde man vor allem bei den 1 Player Abenteuern, wo man nur sich selbst und der Konsole Schuld geben konnte. Ich erinnere mich da zum Beispiel an einige Spiele, die mich verzweifeln liessen: Zelda zum Beispiel, wenn man das erste Schwert «vergisst» am Anfang. Battletoads, der Finale Fluglevel. Aber diese Spiele wurden zum Lernfeld, Ruhe kann man lernen. Sofern man gesunden Menschenverstand und etwas Unruhe mit sich trägt, ein paar Impulse und nicht der beste Videospieler auf Erden ist. Dann muss man nämlich. Keiner durchleidet in der Kindheit öfters Selbstzweifel und kleine Erfolge in eigener Verantwortung wie das gemeine Videospieler-Herz. Ich bin nach wie vor sehr entschieden der Meinung, dass hier nicht die Probleme, sondern die Entspannung des Stress' getadelt wird. Und das ist falsch, egal was die im TV sagen.

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