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Heiliger Bimbam

24.06.2016 47 Reax
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Das Einhorn

Sinnvoller leben mit Roland Diethelm, Pfarrer in Zürich.

Ich habe mit dem Glauben an ein ewiges Leben durch Auferstehung grosse Mühe. M. S., Thun

Der Glaube an ein ewiges Leben wird oft mit dem «Einhorn»-Argument ins Reich der Mythen verbannt: Auch wenn die Vorstellung eines Einhorns weit verbreitet sei, «gebe» es das Tier nicht. Die Vorstellung vom Einhorn könnte die Oryx-Antilope provoziert haben. Ihre zwei zopfähnlich geschwungenen Hörner sehen von der Seite wie ein einziges Horn aus: eine optische Täuschung. Wie dem langlebigen Fantasietier ergeht es der Menschheit mit dem Leben nach dem Tod. Naturwissenschaftlichen Argumenten hält die Vorstellung kaum stand. Aber für unser menschliches Selbstbewusstsein, die Liebe und das Zugehörigkeitsgefühl ist ein Ende unerträglich. Diese Weisheit dämmert uns seit Höhlen-Zeiten. Die Hochkulturen der Antike sind geradezu besessen von der Vorstellung eines Lebens nach dem biologischen Tod. Der biblische «Prediger» sieht die Vergänglichkeit ganz ungeschminkt («alles ist eitel») und fasst den Protest dagegen in den unübertroffenen Satz: «Du hast dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt.» Für den christlichen Glauben kann ewiges Leben nur durch ein Wunder von der anderen Seite her geschehen. Dass Gott schafft, was er ins Herz als Sehnen gelegt hat: neugeschaffen leiblich leben.

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