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Heiliger Bimbam

19.04.2016 67 Reax
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Kirche und Oper

Sinnvoller leben mit Roland Diethelm, Pfarrer in Zürich.

Warum hat die Kirche mit der Sexualität so grosse Probleme? S. U., Zürich

Mit dem Hang zur geschlechtlichen Vereinigung hat nicht nur die Kirche ihre Probleme. Auch die Oper gäbe es nicht ohne diesen Trieb. Im Gegensatz zur Oper reizt die Kirche aber nicht die Beziehungsmöglichkeiten zwischen dem Trieb und der Liebe aus, sondern schränkt sie auf die Fortpflanzung ein. Ausserhalb dieser engen Verzweckung verdächtigt und verbietet sie die menschliche Sexualität als Sünde. Viele Theorien beschreiben, wie «die Kirche» auf diese Weise Macht über ihre Mitglieder gewonnen und heute weitgehend auch wieder verloren habe. Starr und realitätsfremd hält sie am Pflichtzölibat für ihre eigenen Kader fest, fördert so die Plausibilität solcher Macht- und Kontroll-Theorien und schadet ihrer eigenen Glaubwürdigkeit. Warum aber die Lust am andern Menschen der Sünde verdächtigt wird, ist eine gute Frage. Biblisch lässt sich das kaum begründen. Gott sah den frisch erschaffenen Menschen und sein Urteil lautet: «Und siehe, es war sehr gut.» Als sexuelle Wesen, Männer und Frauen, sind sie geschaffen, sollen einander begehren und partnerschaftliche «Hilfe» sein und nicht selbstzufrieden. Eigentlich genial! Ob der Sex damit «zu kompliziert» wurde und so in die Oper abgegeben wurde?

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