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M. Prix

19.04.2016 31 Reax
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Alle Jahre wieder

Stefan Meierhans: Kämpft für Konsumenten.

zvg

Generika sind bei uns zu teuer. Mein jüngster Preisvergleich von 20 umsatzstarken, patentabgelaufenen Wirkstoffen mit 15 Ländern zeigt: Wir zahlen im Schnitt das Doppelte. In den Niederlanden zahlt man nur etwa einen Zehntel unserer Preise, Norwegen ist immer noch ein Drittel günstiger. Wieso? Das Hauptproblem ist unser Preissystem mit der sogenannten Abstandsregelung. Nach ihr müssen die Generika – abhängig vom Umsatz des entsprechenden Originalmedikaments – mindestens 10 bis 60 Prozent günstiger sein. Dass «mindestens» von den Herstellern sehr oft als Preisempfehlung verstanden wird, liegt in der Natur der Gewinnmaximierung. Wir haben hier also einen klassischen Fehlanreiz. Deshalb wäre ein Systemwechsel richtig. In anderen Ländern bestens bewährt hat sich das Festbetragssystem. Bei diesem werden maximale Krankenkassen-Rückvergütungsbeträge für Wirkstoffe festgelegt. Die Wirkstoffe sind schliesslich das, worauf es ankommt. Wählt man ein günstiges Produkt, bekommt man den Preis zurückerstattet. Möchte man lieber ein teureres, dann muss man draufzahlen – ausser es liegt ein medizinischer Grund vor. Der Wettbewerbsdruck nähme zu, tiefere Preise wären die Folge. Unsere Krankenkassenprämien würden es uns danken.

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