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Sex am Abend

22.06.2016 45 Reax
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«Eine Arbeitskollegin macht anzügliche Bemerkungen vor mir. Wie stelle ich das ab?»

Caroline Fux ist Psychologin und Co-Autorin der Bücher «Guter Sex» und «Was Paare stark macht».

 

Seit einigen Wochen macht eine neue Arbeitskollegin mir gegenüber regelmässig anzügliche Bemerkungen. Zuerst dachte ich mir nichts dabei und fand, das gehe dann schon vorbei. Aber das tat es nicht, und mittlerweile nervt es. Jedes Mal, wenn wir uns sehen, kommt ein blöder Spruch, auch dann, wenn andere Leute anwesend sind. Ich will nicht überreagieren oder wie ein Weichei wirken. Aber ich möchte, dass das aufhört. Adrian (32)

Leider gehen viele Leute davon aus, dass Männer in Bezug auf Sexismus und Anzügliches in gewisser Weise Freiwild sind. Man erwartet, dass sie blöde Sprüche sportlich nehmen oder sogar Freude dran hätten. Werden Männer belästigt, nimmt man sie oft zunächst nicht ernst. Dabei ist klar: Kein Mensch, egal welchen Geschlechts, muss sich anzügliches Verhalten gefallen lassen. Schon gar nicht am Arbeitsplatz. Dabei gehört es übrigens auch zu den Pflichten deines Arbeitgebers, dass du vor sexuellen Belästigungen geschützt wirst. In einem ersten Schritt ist es wichtig, dass du dich klar abgrenzt. Das macht dich als Mann nicht zum Weichei, und es ist auch keine Überreaktion. Sag dieser Arbeitskollegin beim nächsten Vorfall ruhig und klar, dass du diese Sprüche weder angenehm noch lustig findest und dass sie sofort damit aufhören soll. Dabei ist es durchaus eine Überlegung wert, diese Abgrenzung vor Zeugen zu machen, wenn offenbar gelegentlich andere Kollegen dabei sein. Hier wäre übrigens auch Zivilcourage von diesen Beobachtern erwünscht. Also, dass in einer Gruppe von allen Beteiligten mitgetragen wird, dass Sexismus und Rassismus keinen Platz haben. Hören die blöden Sprüche nicht auf, ist es an der Zeit, die Personalabteilung zu informieren.

Seit ich denken kann, habe ich Schwierigkeiten, Freundschaften zu knüpfen und zu halten. Ich hatte auch noch nie eine Beziehung oder Sex. Lange hatte ich mich damit abgefunden. Aber seit ein paar Wochen fühle ich mich zunehmend einsam. Ich habe Angst, dass ich nie jemanden finde, und auch immer mehr Mühe als sonst schon, am sozialen Leben teilzunehmen. Leonie (24)

Einsamkeit ist ein schlimmes Gefühl, und auf die Liebe zu warten, kann anstrengend und traurig sein. Da du dich offenbar immer mehr zurückziehst, wäre es ein guter Moment, deine Situation in einer Beratung mit einem Profi zu besprechen. Manchmal zeigt sich, dass jemand die Welt und die Menschen einfach einen Tick anders sieht, als die meisten und deshalb Mühe hat, zu interagieren. Dann ist es wichtig, Strategien zu lernen, um sich auszutauschen, aber auch einfach jemanden zu haben, der einen unterstützt.

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