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Sex am Abend

19.04.2016 56 Reax
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«Mein Freund sitzt im Rollstuhl. Statt über Sex zu reden, zieht er sich zurück»

Caroline Fux ist Psychologin und Co-Autorin der Bücher «Guter Sex» und «Was Paare stark macht».

 

Seit zwei Jahren habe ich einen Freund, der im Rollstuhl sitzt. Wir gehen sehr offen mit unserer Sexualität um, doch ich merke, dass es ihn belastet, dass er gewisse Sachen nicht tun kann oder dass gewisse Dinge bei ihm nicht funktionieren. Er leidet so sehr darunter, dass er versucht Dinge, die ihm peinlich sind, auch in anderen Bereichen unserer Beziehung geheim zu halten. Wie kann ich ihm den Druck nehmen und ihm ein Gefühl von Sicherheit geben? Katerina (22)

Sexualität um eine körperliche Einschränkung herum aufzubauen und zu geniessen, kann eine ziemliche Herausforderung sein. Es gibt immer wieder Dinge, die einem verwehrt bleiben. Wie eine Person emotional reagiert und wie sie die Situation anpacken möchte, ist sehr individuell und kann sich auch von Lebensphase zu Lebensphase ändern. Manchmal tut es gut, zu kämpfen, manchmal fehlt die Kraft für Diskussionen und Experimente. Dir scheint es sehr wichtig zu sein, möglichst viel und möglichst transparent zu reden. Aber ist das auch der Wunsch deines Freundes? Offenbar zieht er sich aktuell eher zurück. Das mag dir verständlicherweise wehtun, weil du gerne Klarheit schaffen würdest. Aber du musst aufpassen, dass du deinen Freund nicht belagerst und dadurch erst recht Druck aufbaust. Versucht, das Thema Sexualität gezielt anzupacken, statt es zu einem Dauerthema werden zu lassen. Versichere deinem Freund, dass du für ihn da bist, wenn er reden oder konkret etwas unternehmen möchte. Das kann zum Beispiel eine Beratung sein oder ein Massagekurs. Wenn du sonst ein Problem in eurer Beziehung siehst, dann musst du das konkret ansprechen, statt es mit der Sexualität zu vermischen.

Immer, wenn ich mit meiner Freundin mehrere Runden im Bett geniessen möchte, streikt mein Penis nach dem ersten Abspritzen. Wie kann ich das ändern? Tarek (24)

Dein Körper braucht nach einem Orgasmus eine gewisse Zeit, um sich chemisch auf eine nächste Erektion vorzubereiten. Diese Pause heisst Refraktärzeit. Ihre Dauer ist von Mann zu Mann verschieden. Konstant ist einzig, dass sie bei allen Männern mit dem Alter länger wird. Es gibt kein garantiertes Mittel, wie man die Refraktärzeit verkürzen kann. Es hilft zwar, wenn du fit und ausgeruht bist und besonders viel Lust hast, aber wirklich austricksen lässt sich deine Körperchemie nicht. Ein besserer Weg ist deshalb, den Orgasmus mit Pausen hinauszuzögern und den Sex besonders bewusst zu gestalten. Lerne, mehr zu spüren, damit dein Fokus nicht nur auf dem Orgasmus liegt.

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