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TV-Kritik

19.04.2016 24 Reax
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Flacherer Bildschirm

Jürg Ramspeck schaut genau hin.

Das «Literarische Quartett», das jetzt im ZDF neu aufgelegt wurde, ist eine sehenswerte Sendung, in der sich Experten kontrovers über Bücher ereifern. Nicht vergessen lässt sie Marcel Reich-Ranicki, der das «Quartett» bis Ende 2001 zwölf Jahre lang angeführt hatte – nicht weil er gleichsam als personifizierte Wasserscheide zwischen guter und schlechter Literatur amtete, sondern weil er einer der wenigen war, die Fernsehen gestalten konnten, als wäre das Medium für sie erfunden, und Auftritte liefern konnten, deren Unverwechselbarkeit von keiner unsichtbaren TV-Beamtenhierarchie getrübt wurde. Fernsehen in unbehelligter Freiheit betrieben. Der andere ist Helmut Schmidt, der vor drei Jahren auf ARD respektive Sat.1 verstummte und die «Late-Night-Show» verwaist zurückliess. Der Dritte ist Stefan Raab, der rabiate Notzüchtiger der Bildschirm-Unterhaltung, der ab Januar fehlt. Damit ist dann der Bildschirm endgültig flacher geworden.

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