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Viel Stutz

19.04.2016 246 Reax
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Lächeln gegen Unrecht?

Wie Seidenkönig Andi die Welt sieht.

Die Sache mit dem Lächeln ist nicht seine. Aber wenn es um die Wurst geht, ist Johann Schneider, unser Bundespräsident, voll freundlich. Das ist gut so. Herr Schneider lächelt für unsere Exportindustrie, für den Freihandel zwischen der Schweiz und China, auch wenn es wehtut.

Weh tut es in China vor allem Anwälten und Bürgerrechtlern. Amnesty verzeichnet unter anderem für das vergangene Jahr 590 Folterungen und 300 verhörte Anwälte, zwei Dutzend davon sind in Haft. Der «Spiegel» schreibt: «Tatsächlich hat das Regime im Jahr 2015 (...) gezeigt, dass ihm nichts ferner liegt, als das Recht und die Verfassung durchzusetzen.» Unser Wirtschaftsminister sieht das nicht so eng: «Transparenz führt zu Korrektur und Anpassung von Werthaltungen. Da ist in China (seither) viel passiert.»

Nette Gewinne oder Moral? Kein Problem für die Schweiz. Unser Alpenland ist ein Synonym für geschäftliche Moral. Auch wenn wir mit Saudi-Arabien, Katar oder Panama dealen, behalten wir eine saubere Weste. Offshore-Geschäfte mag Herr Schneider deshalb nicht verdammen. Herr Maurer auch nicht. Recht so. Der Briefkasten in Panama foltert nicht. Und überhaupt: Ist das Beil schuldig, wenn Bürger geköpft werden?

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