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11 berühmte Aufnahmen: Was wurde aus diesen Menschen?

Kaum jemand, der diese Bilder nicht gesehen hat. Aber auch kaum jemand, der weiss, was mit diesen Leuten nach den Aufnahmen geschah und was sie heute tun.

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1. Das «Napalm-Mädchen»


Die damals neunjährige Kim Phuc wohnte in dem Dorf, nordwestlich von Saigon, das am 8. Juni 1972 von südvietnamesischen Soldaten mit Napalm angegriffen wurde. Das Foto des kleinen Mädchens, das nach der Attacke schreiend davonläuft, wurde zum Symbolbild für die grausame Realität des Vietnamkriegs. Der Fotograf Nick Ut erinnert sich an die Worte des Mädchens: «Ich glaube, ich sterbe. Zu heiss, zu heiss, ich sterbe.»


Rund ein Drittel von Kims Körperoberfläche ist vernarbt. Die 52-Jährige hat immer noch unerträgliche Schmerzen. Die Ärztin Jill Waibel hat ihr jetzt aber Hoffnung gegeben. Sie will Kims Narben in ihrer Praxis in Miami weglasern. Erste Erfolge gab es bereits. «So viele Jahre dachte ich, dass ich keine Narben und keine Schmerzen mehr habe, wenn ich im Himmel bin. Aber jetzt - der Himmel auf Erden für mich!», sagt Kim, die mit ihrem Mann und den zwei Söhnen in Toronto lebt.

2. Der Koala-Retter

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AP Photo/Mark Pardew


David Tree gehört seit 33 Jahren der freiwilligen Feuerwehr an. Er kämpfte 2009 zusammen mit seinen Kollegen gegen das Buschfeuer in Victoria, Australien. Auf dem Weg zu einem Einsatzort entdeckte er einen Koala, der sich durch die abgebrannte Gegend kämpfte. Tree wies den Fahrer an, sofort anzuhalten und gab dem Koala Wasser zu trinken. «Koalas sind normalerweise sehr mürrisch, aber dieser nahm meine Hand und trank zwei Flaschen», erzählt Tree dem Guardian.

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Sein Kollege hielt den Moment fest und das «Bild der Hoffnung» verbreitete sich rasend schnell. Die Reaktionen darauf waren nicht nur positiv. «Wieso kümmert er sich um einen Koala anstatt seinen Pflichten nachzugehen?» Das Buschfeuer in Victoria war die bisher grösste Brandkatastrophe Australiens. Es starben 181 Menschen, mehr als 1800 Häuser wurden zerstört.


Nach dem grossen Medienrummel verlor Tree seine Stelle als Immobilienmakler. Sein Auto und das seines Sohnes wurden zerstört, die Familie kam in grosse finanzielle Schwierigkeiten. «Die Leute glauben, ich sei durch das Bild reich geworden, aber das stimmt überhaupt nicht.» Die Spenden, die gesammelt wurden, gingen alle an die Feuerwehr und den Tierschutz. David Tree fährt heute einen Schulbus.

«Sam», wie der Koala benannt wurde, hatte Verbrennungen dritten Grades an ihren Pfoten. Nachdem sie Verbrennungen und eine Rauchvergiftung überstanden hat, starb sie aber im August 2009 mit nur drei Jahren an einer Infektion. Tree hatte die Chance, Sam vorher noch zu besuchen. «Wer weiss, ob sie mich wiedererkannt hat oder nicht. Ich wünsche es mir.»

3. Der Soldaten-Sohn

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AP Photo/Daily News Journal, Aaron Thompson


Der 8-jährige Christian Golczynski erhält die amerikanische Flagge, die kurz vorher noch den Sarg seines Vaters bedeckt hat. Tapfer versucht er das Zittern seiner Oberlippe zu unterdrücken. Sergeant Marcus Golczynski war zwölf Jahre in der US-Marine und wurde im März 2007 bei einem Einsatz im Irak erschossen.

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Über acht Jahre später setzt sich Christian zusammen mit seiner Mutter Heather immer noch für die «A Soldier's Child Foundation» ein. Die zwei schicken an Feiertagen und Geburtstagen Geschenke an Kinder von Soldaten, die im Krieg gestorben sind. Damit möchte Christian die Güte weitergeben, die ihm an seinen ersten Weihnachten ohne Vater entgegengebracht wurde. «Du fühlst dich echt einsam», erzählt der Teenie dem LAX Magazine. «Wir wollen jetzt sicherstellen, dass andere wissen, dass wir an sie denken.»

4. Der Matrosen-Kuss

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Getty Images


Am Tag der bedingungslosen Kapitulation Japans feierten die Amerikaner am 14. August 1945 den «V-J Day» (Victory over Japan Day - dt. Sieg über Japan Tag). Am Times Square packt ein Matrose aus lauter Freude eine Krankenschwester und küsst sie leidenschaftlich. Der Fotograf Alfred Eisenstaedt konnte die Szene mit der Kamera einfangen. Das Foto wurde das Titelbild des Life Magazines vom 27. August 1945 und zum Symbol der Hoffnung und der Freude über das Ende des Kriegs. Eisenstaedt hatte wegen der Hektik am Times Square keine Gelegenheit, die zwei Fotografierten nach ihrer Identität zu fragen. So blieben die zwei unbekannt - bis jetzt.

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Getty Images


George Mendonça aus Rhode Island behauptet: «Ich bin der Matrose auf dem Bild.» In einem Interview mit Time sagt der 92-jährige Veteran: «Ich habe noch keine Person getroffen, die ich nicht überzeugen konnte.» Tatsächlich stimmen Details wie Narben und Tätowierungen überein. Es gibt mehrere Frauen die behaupten, die Krankenschwester auf dem Bild zu sein. Darunter sind die zwei wahrscheinlichsten Edith Cullen Shain und Greta Friedman. Mendonças Ehefrau wurde aber keine von beiden. Dennoch ist die zukünftige Mrs. Mendonça auf dem Bild zu sehen, nämlich hinter seiner rechten Schulter. Die seit 69 Jahren verheiratete Rita sagt laut DailyMail zu dem Bild: «Mich hat er noch nie so geküsst.»

5. Rosa Parks' Busfahrt

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Getty Images


Zwar wurde in den USA die Rassentrennung 1948 aufgehoben, in den Südstaaten wurde diese Lebensweise aber noch lange weiter praktiziert. So wurde die damals 42-jährige Rosa Parks am 1. Dezember 1955 verhaftet, weil sie ihren Sitzplatz im vorderen Teil eines Busses nicht für einen Weissen räumen wollte. Das Urteil: Störung öffentlicher Ruhe. Parks wurde zu einer Strafe von 10 Dollar und 4 Dollar Gerichtskosten verurteilt.

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Der darauffolgende «Busboykott von Montgomery» hielt ein ganzes Jahr an und war ein Protest der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, welcher auch Rosa Parks angehörte. Die gelernte Schneiderin kämpfte an der Seite von dem damals noch unbekannten Martin Luther King. Der Boykott zwang die Behörden später dazu, die Rassentrennung innerhalb von Bussen und Zügen aufzuheben.

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AP Photo/Michael J. Samojeden


Im Juni 1999 erhielt Parks die Goldene Ehrenmedaille des Kongresses und erhielt von Präsident Clinton die höchste Anerkennung. Anfangs der Nullerjahre überschatteten finanzielle Probleme ihr Leben. Nicht nur ihre persönlichen Finanzen, auch die Buchhaltung zweier Wohltätigkeitsorganisationen der Demenzkranken wurden von einer Drittpartei schlecht verwaltet. Rechnungen blieben unbezahlt, ein Auto wurde beschlagnahmt und Parks erhielt sogar zwei Räumungsbefehle. Am 24. Oktober 2005 starb Rosa Parks in ihrem Zuhause eines natürlichen Todes.

 

6. Ein Kuss mitten im Chaos

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Getty Images


Im Stanley Cup Finale 2011 schlugen die Boston Bruins die Vancouver Canucks knapp mit 4:3. Schon vor dem Ende des siebten Spiels (4:0) begannen beide Fan-Gruppen beim Public Viewing in der Innenstadt Vancouvers Flaschen an die grosse Leinwand zu schmeissen. Fahnen beider Teams wurden angezündet und Autos umgeworfen, bald folgten Faustkämpfe. Mitten in dem ganzen Chaos waren die zwei frisch Verliebten, Alex Thomas und Scott Jones. Beim Versuch, der tobenden Masse zu entkommen, stolpert Alex. Die Kanadierin ist verängstigt und wird von ihrem Freund Scott in den Arm genommen und geküsst. «Ich versuchte, sie zu beruhigen», erzählt der Australier in einem Interview mit CBC.

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CBC


«Es ist überhaupt nicht peinlich. Das Bild ist sogar sehr schön. Unglaublich, dass dieser Moment eingefangen werden konnte», erzählt Thomas. Vier Jahre nach dem Vorfall sind die beiden immer noch ein Paar und leben zusammen in Australien, wo Jones eine Bar führt und Thomas an einem Abwasserverwertungs-Projekt arbeitet.

7. «Migrant Mother»

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ZVG


Die Fotografin Dorothea Lange veröffentlichte 1936 das Bild von Florence Owens Thompson, die als «Migrant Mother» ein Symbol für die Grosse Depression in den Staaten wurde. Die damals 32-jährige Thompson war mit ihren drei Kindern (Katherine, Ruby und Norma) auf sich alleine gestellt, nachdem ihr Ehemann nach dem Börsenkrach 1929 arbeitslos wurde und vier Jahre später an Fieber starb. Lange wollte dem Elend der damaligen Zeit einfach nur ein Gesicht geben. Wen sie fotografiert hat, wusste sie bis zu ihrem Tod 1965 nicht. Das Bild wurde 1998 für 250'000 US-Dollar versteigert.

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Nach einer gescheiterten Beziehung mit Jim Hill, einem Metzger, war Thompson wieder alleine, nun aber mit insgesamt 10 Kindern. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges heiratete sie Georg Thompson, einen Krankenhaus-Verwaltungsleiter. Die von einer indianischen Familie abstammende Florence lebte danach wieder in gesicherten Verhältnissen. 1983 wurde bei ihr Krebs diagnostiziert, aber es war ein Schlaganfall während einer Krebsbehandlung, dem sie erlag. Nach ihrem Tod mit 80 Jahren hinterliess sie 10 Kinder, 39 Enkelkinder und 74 Urenkel.

8. Proteste an den Olympischen Spielen 1968

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Keystone/Carlos John


Die zwei US-Amerikaner Tommie Smith und John Carlos erhoben an ihrer Siegerehrung ihre Fäuste und senkten ihre Köpfe, als die Amerikanische Hymne gespielt wurde. Die Geste galt der «Black Power»-Bewegung, so trugen sie schwarze Handschuhe, Smith ein schwarzes Tuch, das den Black Pride (Schwarzer Stolz) symbolisieren sollte und eine Kette, die an «diejenigen erinnern soll, die gelyncht oder anders ermordet wurden (...) für die, die man auf dem Weg nach Amerika über Bord geworfen hatte.» Smith schrieb jedoch in seiner Biografie «Silent Gesture»: «Es war ein Gruss für die allgemeinen Menschenrechte.» Der zweitplatzierte Peter Norman bekundete seine Solidarität mit einem Anstecker der Olympic Project for Human Rights (OPHR). Alle drei Sprinter wurden ausgebuht, als sie das Podest verliessen. «Gewinne ich, bin ich ein Amerikaner, kein schwarzer Amerikaner. Aber tue ich etwas Schlechtes, sagen sie ich sei ein Neger. Wir sind schwarz und stolz darauf. Das schwarze Amerika versteht, was wir heute Abend getan haben», sagte Smith später.


Smith spielte später in der NFL und wurde danach Juniorprofessor am Oberlin College. Carlos spielte bei den Philadelphia Eagles Football und wurde für das Organisationskomitee für die Olympischen Spiele 1984 eingestellt. Seit 1985 ist er an der Palm Springs High School Leichtatheltiktrainer. Der australische Verband verwehrte Norman aufgrund des Protests die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1972, obwohl er sich dafür qualifiziert hatte. An seiner Beerdigung 2006 erwiesen Smith und Carlos ihm die letzte Ehre und gehörten zu seinen Sargträgern.

9. Marathon-Mann

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AP/The Boston Globe, John Tlumacki


Der dazumal 78-jährige Bill Iffrig war schon fast an der Ziellinie als die erste Bombe am Boston Marathon 2013 explodierte. Der Mann aus Washington erinnert sich: «Ich war nur knapp zwei Meter entfernt. Es war wirklich laut.» Iffrig hatte grosses Glück. Beim Anschlag wurden drei Menschen getötet und 264 verletzt. Das Bild, wie er von der Wucht der Detonationen auf den Boden geworfen wurde, ging um die Welt.

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AP


Iffrig ist ein begeisterter Marathon-Läufer. «Er rennt viel und ist schnell», erzählt sein Sohn Mark. Sein ehemaliger Boxing-Coach sagte Bill Iffrig einmal, dass die, die aufgeben, nie gewinnen würden. Mit diesen Worten im Kopf beendete er trotz Verletzungen den Boston Marathon 2013 und nahm auch in diesem Jahr wieder teil. Wenn auch in einer Alterskategorie mit seinen 80 Jahren. «Nicht viele, mit denen ich renne, sind noch hier. Aber ich will weiterrennen, es hält mich fit», erzählt der pensionierte Zimmermann.

10. Nirvana-Baby

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Die Grunge-Ära in einem Bild zusammengefasst - das Cover des Nirvana-Albums «Nevermind». Darauf zu sehen: der viermonate alte Spencer Elden. Er schwimmt nackt auf eine Dollar-Note zu. Gekriegt haben Spencers Eltern dafür 200 davon. Kurt Cobain und seine damalige Frau Courtney Love wollten mit Spencer Essen gehen, sobald er gross genug dafür sei. Dazu sollte es aber nie kommen, da Cobain sich am 5. April 1994 das Leben nahm.

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ZVG


Zehn Jahre nach dem Erscheinen des Nirvana Albums lud der «Rolling Stone» den Jungen dazu ein, für ihr Cover das Bild nochmals nachzustellen. Weitere zehn Jahre später tat Spencer es uns nochmals an. Dem Guardian sagte der Kunst-Student: «Ich habe vermutlich den berühmtesten Penis der Musikindustrie, aber niemand sieht mir das jemals an.»

11. Der Kinderschokoladen-Mann

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32 Jahre lang war er das Gesicht der Kinderschokolade. Dabei hat er Süsses noch nie gemocht. Günter Euringer. Sein Gesicht wurde immer wieder retuschiert, um dem Zeitgeist zu entsprechen. «Retuschiert wurde mein Porträt quasi jedes Jahr», erzählt der Münchner. «Mein rechtes Augenlid hängt nicht mehr so sehr nach unten, mein linker Schneidezahn ist nicht mehr so schief wie früher.» Sogar fremde Ohren wurden herbei gezaubert, als seine Haare kurz wurden. «Das können unmöglich meine eigenen sein, denn die wurden nicht fotografiert.»

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Reich wurde Euringer nicht. Nicht mal eine einzige Gratispackung habe er von Ferrero erhalten. «Ich glaube, die bei Ferrero wissen gar nicht, dass ich noch lebe.» Es gab ein einmaliges Honorar von 300 Deutschen Mark. Seine Biografie veröffentlichte der Filmemacher 2005, im selben Jahr suchte Ferrero offiziell nach einem neuen Kinderschokolade-Jungen. Ferrero teilte aber mit, dass es schon länger Überlegungen darüber gab, wie man die Marke modernisieren könne. Dass Euringer nach jahrzehntelangem Schweigen plötzlich an die Öffentlichkeit ging, habe nichts mit der Entscheidung zu tun.

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