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25 Jahre Platzspitz: Die Stadt zeigt ihre Fixerstübli

Zürich feiert 25 Jahre Drogenhilfe. Die Konsumenten werden immer älter. «Sie überleben den Konsum», sagt Regine Hoffmann.

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Die Bilder der trostlosen, heruntergekommenen Fixer an Platzspitz und Letten gehen den Zürchern nicht so schnell aus dem Kopf. Doch die Stadt hat ihr Trauma überwunden – so viele junge Todesopfer unter den Drogenkonsumenten gehören der Vergangenheit an. Denn vor 25 Jahren hat das Zürcher Stimmvolk beschlossen, Schadensminderung zu betreiben. «Heute liegt das Durchschnittsalter unserer Klienten bei 43 Jahren», sagt Regine Hoffmann (49), Abteilungsleiterin der Kontakt- und Anlaufstellen der Stadt Zürich. «Das ist erfreulich, denn es heisst, sie überleben den Konsum.»

Die Zürcher Drogenhilfe basiert auf den vier Säulen Prävention, Therapie, Schadensminderung und Repression. «Die Palette unserer Angebote ist sehr breit – das ist wohl der Schlüssel unseres Erfolgs», sagt Hoffmann. Sie gab heute Morgen Einblick in die Kontakt- und Anlaufstelle an der Militärstrasse, im Volksmund auch Fixerstübli genannt. Dort liegen fein säuberlich Spritzen, Tupfer, Pflästerli, Löffeli, Filter und weiteres Gerät bereit, damit die Drögeler in einer hygienischen Umgebung zur Spritze greifen können. «Doch die Anzahl Fixer nimmt kontinuierlich ab, nur noch ein Viertel spritzt.» Die anderen würden die Drogen «basen» oder in Folien rauchen. «Deshalb haben wir hier einen Raucherraum mit guter Lüftung.»

Im Fixerstübli fixt nur noch jeder Vierte.

Rund 800 Konsumenten nutzen die Anlaufstellen der Stadt Zürich. Hoffmann: «Sie sind dankbar für den Raum, den sie erhalten, und dass sie für einmal nicht stigmatisiert werden.» Allerdings müssen die Kunden Stadtzürcher sein: Jeder muss sich ausweisen. Leider liessen sich Drogenhöllen wie an der Neufrankengasse, wo kürzlich ein krasser Fall von Mietwucher aufgedeckt wurde, nicht verhindern. «Das sind wohl entweder Auswärtige oder solche, die ein betreutes Umfeld meiden.» l

Podiumsdiskussion «25 Jahre Drogenpolitik der Stadt Zürich – eine Rückschau» am 4. November, 20 Uhr, im Zentrum Karl der Grosse.

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