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Armut in Weltmetropolen: 5 Slums in Städten, die du nie erwartest hättest

Beim Thema Slums fällt der Gedanken wohl zuerst auf Drittweltländer oder aktuell auf Flüchtlingscamps wie Idomeni und Calais. Dass sich Ghettos aber auch in reichen Weltmetropolen und Touristenstädten bilden können, ist für viele eine Überraschung. In diesen fünf Städten hättest du wohl nie Slums erwartet.

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1. Madrid

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Wer Madrid hört, denkt zuerst wohl an Real Madrid, Millionentransfers und das Königshaus. Die bittere Wahrheit ist aber: Auch in der spanischen Hauptstadt gibt es ein Ghetto, über welches die Regierung keine Kontrolle hat. Im Viertel «Cañada Real Galiana» leben rund 30’000 Menschen in totaler Armut. Es ist ein 16 Kilometer langer Todesstreifen, welcher als Epizentrum des spanischen Drogenhandels gilt.

Die spanische Regierung hat schon öfters versucht, das Armuts-Quartier niederzuschlagen. Zurück bleiben die Ärmsten der Armen, die versuchen ihre Blechhütten wieder aufzubauen oder im Loch schlafen, welches von ihrer Behausung noch übrig geblieben ist. 

2. Hong Kong

 

Nicht im Gefängnis und trotzdem ein Leben hinter Gittern. Für rund 200’000 Menschen in China ist dies die tragische Normalität. Im «Cage-Slum» in Hong Kong leben die Leute unter Bedingungen, die bei uns wohl gegen das Tierschutzgesetz verstossen würden. In kleinen Käfigen, übereinander gestapelt, schlafen sie unter niedrigsten Umständen, während die Oberschicht und Touristen sich nur Minuten davon entfernt in Luxushotels vergnügen.

Manche der Hong Kong Chinesen verbringen ihr ganzes Leben in diesen Käfigen, vereinzelte werden sogar darin geboren. Eine Lösung dieses Problems ist nicht in Sicht, immer mehr Menschen vom Land ziehen in die Millionen-Metropole und verschlimmern dadurch die akute Wohnungsnot.

3. Seattle

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Joe Mabel CC-BY-SA-3.0


Seattle ist die grösste Stadt im Nordwesten der USA. Sie trägt den blumigen Spitznamen «Smaragdstadt». Einige ihrer Bewohner träumen hingegen nur schon von einer erträglichen sanitären Anlage. In diversen Zeltstädten wie «Nickelsville» und «The Jungle» lebten rund 300 Menschen ohne Elektrizität oder Toiletten von der Hand in den Mund. In ihrer Not jagen mache sogar wilde Tiere, um sich zu ernähren.

Die Regierung hat nun einen Zehn-Jahres-Plan vorgelegt, in welchem sie aufzeigt, wie man die Obdachlosen in dieser Dekade noch von der Strasse holen will. Ob diese Bemühungen aber Erfolg haben werden, steht noch in den Sternen. Es werden Camps geräumt, nur um an einem anderen Ort wieder aufgebaut zu werden.

4. Paris

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Der Eiffelturm, das Louvre oder Notre-Dame – die Stadt der Liebe lädt zum Flanieren ein und hat den Anschein einer perfekten Idylle. Paris hat aber ein dunkles Geheimnis: La Courneuve. Nur zehn Minuten ausserhalb von Montmartre und den verliebten Touristen befindet sich dort ein Ghetto, eine «no go Zone» wie sie lokalen Polizisten nennen.

Mitte des 20. Jahrhunderts emigrierte eine ganze Welle von Romas und Personen aus dem Mittleren Osten in diesen Part von Paris. Die Regierung verpasste es, die Integration der Leute voranzutreiben und so bildete sich eine Parallelgesellschaft, bei welcher sich die Kinder und Enkelkinder der Immigranten fremd im eigenen Land fühlen.

Dieser Stadtteil bieten kaum Jobs und keine Perspektive. Die Leute haben nichts zu tun und schauen den ganzen Tag nur auf die grauen Wohnblöcke – auf ihr graues Leben. Durch diese Unzufriedenheit und die Wut im Bauch kam es in den letzten zehn Jahren immer wieder zu grossen Unruhen in den Quartieren rund um Paris. Diese Ausschreitungen widerspiegeln perfekt die Kluft in der französischen Gesellschaft.

5. Los Angeles

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Jorobeq CC BY 2.5


In Hollywood werden Stars geboren und Märchen geschrieben. Tausende Schauspieler folgen deshalb ihrem Traum und pilgern nach Los Angeles. Leider hat ein Grossteil weder das Talent von Jack Nicholson, noch das Glück eines Lotto-Millionärs und landet auf der Strasse. Es ist der perfekten Nährboden für Ghetto-ähnliche Zustände. Die Slums schiessen wie Pilze aus dem Boden.

Unter schlimmsten Umständen leben Hunderte Menschen dicht aneinander gepresst. Die Behörden versuchen das Problem zu lösen, indem sie die baufälligen Häuser abreissen und die Slums schliessen. Doch sobald ein Gebiet geräumt und aufgewertet wurde, ploppt ein neues Ghetto aus dem Boden.

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