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Burn Böögg Burn: 18 Fakten zum Sächsilüüte

Damit du am Montag Punkt 18 Uhr alles über das traditionelle Zürcher Frühlingsfest weisst. Auch, warum der Name Böögg nicht nur mit dem getrocknetem Zeugs in der Nase zu tun hat.

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1. Das Fest gabs schon im Mittelalter. Die erste Datierung stammt vom 11. März 1525.

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2. Zu dieser Zeit hatten vor allem die Zünfte das Sagen und sie bestimmten, dass im Sommer eine Stunde länger gearbeitet wird.

Zünfte waren Handwerksvereinigungen, die im Mittelalter enormen Einfluss ausübten. Die Zürcher Zünfte vertratten vor allem die Interessen ihres Gewerbes (Bäcker, Metzger, Fischer usw.). Der Einfluss der Zünfte nahm mit der Zeit ab und ihre Funktion beschränkte sich auf die Organisation und Durchführung des Sechseläutens.

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3. An der Tagundnachtgleiche (meistens 20. März) läutet zum ersten Mal die Feierabendglocke des Grossmünsters um 18 Uhr, anstatt 17 Uhr.

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4. Darum wurde das Fest umgangssprachlich auch «Sächsilüüte» genannt.

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ZVG Zentralbibliothek Zürich
 

5. Heutzutage feiert man das Fest immer am dritten Montag des Aprils.

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6. Früher war der Böögg kein Schneemann, sondern ein vermummter Mann, der unter anderem Kinder jagte.

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7. Der Name leitet sich vermutlich vom walisischen «Bug» (Geist), oder «Bugul» (Schrecken) ab.

Im Schweizerischen Idiotikon (Schweizerdeutsches Wörterbuch) wird eine Verbindung zwischen unserem Böögg und dem englischen «Bogy» (der schwarze Mann) vermutet. Sowohl im Englischen, wie auch im Deutschen bedeuten die Begriffe «Schreckgespenst», aber auch «Popel». Nicht-Zürcher verbinden mit Böögg sowieso eher den getrockneten Nasenschleim.

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8. Im frühen 19. Jahrhundert trugen junge Buben jedes Jahr eine Strohpuppe durch die Strassen und verbrannten diese dann in der Nähe des Fraumünsters.

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9. Aus diesem Brauch wurden gleich zwei Traditionen:  Der Kinderumzug am Sonntag – und der Böögg, die Hauptfigur des Festes.

Heinz Wahrenberger (77) baute 50 Jahre lang den Böögg. 2015 explodierte sein letzter Böögg und Wahrenberger ging in Pension. Dieses Jahr tritt sein «Lehrling» Lukas Meier (43) an, der schon seit sieben Jahren in der Werkstatt tatkräftig mit anpackt.

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10. Der Brauch, den Sommer anhand der Verbrennungszeit zu bestimmen, ist allerdings erst Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden.

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11. 1921 wurde ein Bub von Kommunisten dazu angestiftet, den Böögglosen Scheiterhaufen schon um 14 Uhr anzuzünden. Die Zürcher trugen danach in Windeseile genug Holz zusammen, um den Böögg rechtzeitig um 18 Uhr zu verbrennen.

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12. Weil wegen des Zweiten Weltkrieges auf der Sechseläutenwiese Kartoffeln gepflanzt wurden, wurde der Böögg im Hafen Enge aufgestellt - 1944 fiel er ins Wasser und nur der Kopf konnte geborgen werden.

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13. 1941 wurde sogar ganz auf den Umzug verzichtet und das Holz für den Scheiterhaufen wurde an Kinder verteilt, damit sie zu Hause die Öfen heizen können.

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14. 1965 mussten die Zünftler auf Holzpferden um den Böögg reiten, weil die Maul- und Klauenseuche in der Schweiz wütete und die Pferde in den Ställen bleiben mussten.

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15. 2006 wurde der Böögg von Linksradikalen entführt! Er tauchte später am 1. Mai-Umzug wieder auf und wurde auf dem Kanzleiareal präsentiert.

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16. Der Auftritt von Bundesrat Christoph Blocher ist Kult. 2005 stolperte er vom Tele-Züri-Podest.

17. Die Frauenzunft darf offiziell am Umzug nicht teilnehmen, sie ist seit 2011 jedoch als Gast toleriert. Als «Gast» darf die Frauenzunft nicht am klassischen «Auszug» teilnehmen, wo sich die Zünfte gegenseitig besuchen.

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18. Eine neue Tradition ist das Volksgrillen. Nachdem die Zünfte das Gelände verlassen, wird es von den Festbesuchern als Grillplatz verwendet.

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