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Da steckt ganz schön viel Schweiss dahinter: 8 arbeitsaufwendige Nahrungsmittel

Vanille, Zimt oder Käse: Für uns ganz normal, denn wir können diese Dinge jederzeit im Supermarkt einkaufen. Welcher Aufwand sich dahinter verbirgt, bis sie im Supermarktregal stehen, geht dabei oft vergessen.

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Kaufen wir im Supermarkt ein, sind wir uns als Endkonsumenten nur selten bewusst, wie viel Arbeit wirklich im Endprodukt steckt. Wenn wir das merken, dann oftmals nur am Preis. Trotzdem hat ein importiertes Massenprodukt wie beispielsweise Zimt einen ziemlich geringen Preis. Möglich machen das technische Hilfsmittel, die die Arbeit verkürzen oder massiv erleichtern und die Globalisierung. Und auch wenn wir es nicht merken: Viele Lebensmittel haben eine lange Reise hinter sich. Hier sind 8, deren Gewinnung oder Herstellung ziemlich aufwendig ist.

1. Vanille

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Vanilleschoten bei der Trocknung pixabay

Die Vanille ist eine Orchidee und somit eine sensible Pflanze, die nur unter optimalen Bedingungen gedeiht. Nach der Ernte werden die bis zu 30cm langen Vanille-Schoten einem zeit- und arbeitsintensiven Verfahren unterzogen, der sogenannten «Schwarzbräunung». Anschliessend folgt die Fermentation, dabei erhalten die Schoten ihre typisch dunkelbraune Farbe und ihr einzigartiges Aroma. Dieser Vorgang kann bis zu vier Wochen in Anspruch nehmen.

 

2. Schokolade

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Schwarze Schokolade. pixabay

Der essenzielle Bestandteil der Schokolade, die Kakaobohnen, werden zunächst mit einer Machete von den Bäumen geschlagen, bevor sie fermentiert und anschliessend in der Sonne getrocknet werden. Danach werden sie in einem sehr aufwendigen Verfahren zu Schokoladenmasse. Früher dauerte dieser Vorgang etwa 90 Stunden. Mit Hilfe neuer Technologien konnte die Dauer des Verfahrens verkürzt werden.

 

3. Safran

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Safran als Gewürz. pixabay

Für ein Kilo Gewürzsafran, müssen die in der Blüte vorhandenen Griffel von etwa 150'000-250'000 Pflanzen per Hand gesammelt werden. Ein Arbeiter schafft pro Tag «nur» etwa 50-80 Gramm. Der Kilopreis schwankt von 7000 bis 25'000 Franken – deswegen wurde Safran früher auch mit Gold aufgewogen.

 

4. Käse

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Emmentaler Käse. pixabay

Die meisten Käsesorten werden in verschiedenen Schritten hergestellt. Zuerst wird die Milch in Käsebruch und Molke getrennt. Dann wird das Lab (Bakterien: Entweder aus Kälbermägen entnommen oder mikrobiologisch erzeugt) hinzugefügt und weiterverarbeitet. Zum Schluss wird der Bruch erhitzt und reift danach mehrere Wochen oder sogar Jahre. Geht bei einem der Schritte etwas schief, so ist meist der ganze Käse ruiniert.

 

5. Honig

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Bienenstock pixabay

Die Bienenzucht ist eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit. Die einzelnen Völker müssen stetig kontrolliert werden. Im Herbst wartet dann die Honigernte. Zuerst muss man die Waben entnehmen und diese mit einem speziellen Werkzeug von den Wachsdeckeln befreien. Dann wird der Honig aus den Waben geschleudert und zum Schluss noch gesiebt und gerührt, bevor er abgepackt wird.

 

6. Arganöl

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Arganbaum mit Ziegen. beautystreet24

Obwohl es schon dutzende Vermehrungs- und Anbauversuche gab, gedeiht der Arganbaum ausschliesslich im Südwesten Marokkos. 1998 wurde dieses Anbaugebiet, die Arganerie, von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Die bereits am Baum getrockneten Früchte werden meist per Hand vom Boden aufgelesen. Danach werden die darin erhaltenen Samenplättchen herausgeklopft, angeröstet und mittels Steinmühle zermahlen. Traditionellerweise werden alle diese Vorgänge in Handarbeit erledigt. Für ein Liter reines Arganöl aus Handarbeit, werden die Früchte von 4-5 Bäumen benötigt, sowie ein Zeitaufwand von etwa 40 Stunden. In unseren Breitengraden kostet ein Liter des «flüssigen Goldes» mindestens 100 Franken. Ihm werden etliche heilende Wirkungen nachgesagt.

 

7. Zimt

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Zimtstangen pixabay

Was bei uns meistens als Pulver im Regal steht, hat eigentlich eine lange Reise hinter sich, denn Zimtbäume bevorzugen tropisches Klima. Man unterscheidet zwischen zwei Arten: Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt. Ursprünglich war Ceylon-Zimt das Original, heute überwiegt mengenmässig jedoch eher der Zimt der Zimtkassie. Dieser wächst zum grössten Teil in Südchina. Er hat einen leicht anderen Geschmack als der Ceylon-Zimt, ist dunkler und enthält deutlich mehr Cumarin, das in grösseren Mengen schädlich ist. Während Ceylon-Zimtstangen bröckliger sind und mehrere Schichten aufweisen, besteht Cassia-Zimt meist aus einem einzelnen Stück Rinde und ist robuster. Nicht nur der Weg ist weit: Auch die Verarbeitung erfordert grosses handwerkliches Geschick. Nachdem der Zimtbaum zwei Jahre gewachsen ist, folgt ein aufwendiges Abtrennen der äussersten Schicht. Dann werden die Zimtstangen beschnitten und anschliessend an der Sonne getrocknet.

 

8. Lutefisk

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Stockfisch während der Trocknungsphase. pixabay

Das traditionelle nordische Fischgericht ist sehr aufwendig aufzubereiten. Fisch (meistens Kabeljau) wird eingesalzen und später zur Trocknung mehrere Tage auf Holzgestellen aufgehängt. Dann wird er fünf Tage in Wasser eingelegt, das jeden Tag ausgewechselt werden muss. Es folgen zwei Tage im Laugenbad aus Birkenasche. Anschliessend wieder fünf Tage in Wasser, bis der Fisch eine gelatinöse Konsistenz angenommen hat. In nordischen Supermärkten wird er in dieser Form zum Verkauf angeboten. Er wird traditionellerweise sehr sorgfältig gekocht (sonst zerfällt er) und mit Speck, Erbsenpüree und Kartoffeln serviert.

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