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Das Monster heisst NICHT Frankenstein: 10 Dinge, die du über Frankenstein nicht wusstest

Wusstest du zum Beispiel, dass der Roman in der Schweiz spielt?

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1. Das Buch wurde für einen Wettbewerb geschrieben.

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Im Sommer 1816 verbrachten Mary Shelley, die Autorin von Frankenstein, und ihr Mann, der berühmte englische Poet Percy Bysshe Shelley, einen verregneten Sommer in Genf. Sie waren zu Besuch bei Lord Byron, einer weiteren englischen Literaturikone. Lord Byron schlug seinen literarischen Gästen vor, sich die Zeit mit Schreiben zu vertreiben, und startete einen Geistergeschichten-Wettbewerb. Mary Shelley war die Einzige, die ihre Geschichte fertig schrieb und publizierte: Frankenstein.

 

2. «Frankenstein» wurde nicht nur in der Schweiz geschrieben, der Roman spielt auch in der Schweiz!

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Inspiriert von der Landschaft, in der sie sich befand, liess Mary Shelley Teile des Romans in der Schweiz spielen. So ist denn auch die Hauptfigur, Viktor Frankenstein, Schweizer (mehr dazu unten). Andere Orte, die vorkommen, sind Ingolstadt und die Arktis.

 

3. Das Monster heisst NICHT Frankenstein

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Eins steht fest: Das eigentliche Monster, das alle im Kopf haben, wenn sie an Frankenstein denken, heisst nicht Frankenstein - zumindest im Roman hat es keinen Namen. Viktor Frankenstein ist der Medizinstudent, der das Monster aus Leichenteilen zusammennäht und dann zum Leben erweckt. Er ist dermassen schockiert ab seiner Kreatur, dass er sie einfach im Stich lässt, was ihm das Monster nicht verzeiht. Schlussendlich leidet es unter Liebesentzug und wird deshalb zum Monster - dann fragt man sich: Wer ist denn hier wirklich das Monster? Wahrscheinlich ist es wirklich Frankenstein (der Wissenschaftler).

 

4. Für Viktor Frankenstein gab es eine reale Vorlage

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Und zwar den italienischen Wissenschaftler Giovanni Aldini. Dieser versuchte 1803, einen Toten ins Leben zurückzubringen - bei seinem Experiment öffnete die Leiche laut Augenzeugen ihr linkes Auge und bewegte den Kiefer.

 

5. Das Buch wurde anonym veröffentlicht

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Mary Shelley veröffentlichte den Roman anonym, um keine schlechten Kritiken zu bekommen, denn Frauen wurden damals als Schriftsteller selten ernst genommen. Das Vorwort zum Buch wurde von ihrem Mann geschrieben; die Kritiker gingen deshalb lange davon aus, dass Percy Bysshe Shelley der Autor des Werks war.

 

6. Der moderne Prometheus

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Der volle Titel des Romans lautet «Frankenstein oder Der moderne Prometheus». Dieser Untertitel verrät einiges über den historischen Hintergrund des Romans. Die Figur des Prometheus stammt aus der griechischen Antike: Er erschuf die Menschheit und stahl das Feuer vom Olymp, um es seinen Kreaturen zu geben. Zeus bestrafte ihn dafür auf eine schreckliche Weise. Er wurde an einen Stein gefesselt, damit ihm während des Tags ein Adler die Leber wegfressen konnte; in der Nacht heilte seine Leber wieder, da er ein Halbgott war, und so ging das jahrelang. Auch Viktor Frankenstein erschuf ein Wesen und erhielt eine schlimme Strafe dafür - das Monster brachte alle Menschen, die er liebte, um.

 

7. Es gibt ein Schloss namens «Frankenstein» in Deutschland

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Der Historiker Radu Florescu geht davon aus, dass die Shelleys auf ihrer Europareise auch dem Schloss Frankenstein einen Besuch abgestattet haben. Er führt ausserdem aus, dass in dem Schloss ein Alchemist namens Konrad Dippel gelebt hat, der versuchte, ein Öl herzustellen, das das Leben seines Benutzers verlängern sollte. Man sagte auch, er habe für seine Experimente Leichen ausgegraben - Genau wie Viktor Frankenstein.

 

8. Mary Shelley war erst 18, als sie Frankenstein schrieb

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Mary Shelleys Jugendjahre waren bewegt. Als sie 16 war, brannte sie mit dem Poeten Percy Bysshe Shelley durch und brachte in den darauffolgenden zwei Jahren zwei Kinder zur Welt. Das erste kam zwei Monate zu früh zur Welt und starb kurz nach der Geburt; das zweite einige Jahre später in Italien. Auch ihr drittes Kind wurde nur ein paar Jahre alt. 1816, als Shelley «Frankenstein» schrieb, hatte sie ihr zweites Kind nach Genf mitgenommen.

 

9. Frankenstein-Cornflakes

 

 

Da Frankenstein in die Popkultur eingegangen ist, gibt es auch tonnenweise Produkte dazu. So zum Beispiel die Franken-Berry-Frühstücksflocken, die eine leuchtend-pinke Farbe haben. Als die Flocken erstmals auf den Markt kamen, färbten sie auch noch gleich den Stuhlgang ihrer Konsumenten pink - eine gruslige Angelegenheit!

 

10. Für viele Experten ist «Frankenstein» der erste Science-Fiction-Roman

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Die Wissenschaft und ihre Möglichkeiten spielen in Shelleys Roman eine zentrale Rolle. Deswegen sehen viele Literaturkritiker Frankenstein als den ersten Science-Fiction-Roman. Hinzu kommt, dass Shelley mit ihrem Buch die heutzutage immer wieder auftauchende Figur des «verrückten Professors» erfunden hat.

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