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Das traurige Dasein einstiger Schicki-Discos: Italien hat ausgetanzt!

Dutzende italienische Nobel-Diskotheken haben in den letzten Jahren das Zeitliche gesegnet. Wie Ruinen stehen die einstigen Hochburgen des Hedonismus heute in der Landschaft. Der Fotograf Antonio La Grotta hält sie als Mahnmale einer Träumergesellschaft fest.

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«In Italien nehmen die Leute Drogen und dann gehen sie in die Disco. Das ist alles, was es hier gibt», schrieb das Popkulturmagazin «Spex» im Jahr 1992. In Scharen strömten die Italiener damals in die Tanztempel und bezahlten auch mal umgerechnet 15 Franken. Das ist ganz schön viel «Soldi» für die damalige Zeit.

Doch unsere südlichen Nachbarn liebten es, sich die Nächte in überdachten Amphitheatern mit überproportionierten Discokugeln und durchgestylten Untergrundbunkern mit Wänden im alt-römischen Stil um die Ohren zu hauen – die Sternstunde des italienischen Nachtlebens. Doch das alles war einmal!

Denn wo sich einst unzählige Nachtschwärmer versammelten, um ihren Trieben freien Lauf zu lassen, tummeln sich heute höchstens noch ein paar Ratten. Die einstigen Glamour-Tempel Italiens sind zu Ruinen verkommen. Manche brannten nieder, manche erlitten Spätfolgen von Fehlkalkulationen ihrer Besitzer. Bei anderen kam die Drogenfahndung vorbei und machte den Laden dicht.

Schon die Bloggerin Jessica da Ros machte sich im Jahr 2012 auf die Spuren der legendären Orte und veröffentlichte ihre Fotos unter «Memories on a Dancefloor». Nun ist ihr der Fotograf Antonio La Grotta mit seiner Fotoserie über die unzähligen verfallenen Nobel-Discos Italiens gefolgt – und erinnert uns dabei an bessere Zeiten, an Zeiten, in denen Italien ausgelassen feiern, ja auch mal schamlos dem Hedonismus frönen konnte. Beim Anblick dieser Bilder kommt schnell die Einsicht: Auch das war einmal!

1. Von überall her kamen die jungen Italiener, um im 3000 Quadratmeter-Tempel «Cesar Palace» die Sau raus zu lassen. 

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2. Auch «Divina» in Caraglio vor den Toren Cuneos im Piemont war in den 80er- und 90er-Jahren ein beliebtes Ziel der Nachtschwärmer.

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3. «Beknackter Glamour» – so bezeichnete eins das Kult-Magazin «Spex» das «Expo» in der Region Vicenza.

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4. Dinieren und anschliessend tanzen auf einem Betonboot in 800 Metern Höhe? Dafür war das «La Nave» in der Nähe von La Spezia landesweit bekannt.

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5. Das «Madrugada» in der Provinz Rovigo ist...

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6. ...laut La Grotta heute nur noch ein «Zementwal in der Brandung».

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7. Das berühmte «Masko» fiel im Jahr 2008 einem Feuer zum Opfer.

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8. Das «Top Kapi» – in Anlehnung an den Topkapi-Palast in Istanbul, den jahrhundertelangen Wohn- und Regierungssitz der Sultane – war einst ein Magnet für Tanzbären aus der gesamten Provinz Rom.

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9. Die legendärste Kuppel Italiens: Das «Woodpecker» bei Milano Marittima. Da der 1966 errichtete Klub mitten in einem Sumpfgebiet lag, wurden die Gäste angeblich ständig von Mücken belästigt.

 
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10. Nach einer Drogenrazzia im Jahr 1996 musste das «Ultimo Impero» bei Turin, seinerzeit der grösste Tanztempel Europas mit einer Kapazität von über 8000 Personen, schliessen.

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