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Emotionaler Facebook-Post einer Terror-Überlebenden: «Du denkst, so was könnte dir nie passieren»

Dieser Post bewegt die Menschen rund um die Welt: Isobel Bowdery überlebt das Massaker in der Bataclan-Halle in Paris und erzählt vom schlimmsten Abend ihres Lebens. Ihr emotionaler Beitrag wurde schon über eine halbe Million Mal geteilt.

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Während die Menschen rund um den Globus die Terror-Anschläge von Paris noch verarbeiten, geht ein Facebook-Beitrag um die Welt. Isobel Bowdery überlebte das schreckliche Massaker während des Konzerts im Bataclan. Ihr Post wurde bereits über eine halbe Million Mal geteilt und hat beinahe zwei Millionen Likes.

 

ÜBERSETZUNG:

«Du denkst, so was könnte dir nie passieren. Es war Freitagnacht an einer Rock-Show. Die Atmosphäre war ausgelassen und alle tanzten und lachten. Und als die Männer durch den Vordereingang kamen und zu schiessen begannen, glaubten wir naiv, es wäre alles ein Teil der Show. Es war nicht nur eine Terror-Attacke, es war ein Massaker. Dutzende Menschen wurden direkt vor meinen Augen niedergeschossen. Der Boden war ein einziges Blutbad. Schreie von erwachsenen Männern, die die Körper ihrer toten Freundinnen in den Armen hielten, säumten die kleine Musik-Halle. Zukünfte zerstört, Herzen von Familien gebrochen. In einem Augenblick.
Geschockt und alleine stellte ich mich über eine Stunde lang tot, liegend neben Menschen, die ihre Geliebten bewegungslos sahen...

Die Luft anhaltend, versuchte ich mich nicht zu bewegen, nicht zu weinen – den Männern nicht die Furcht zu zeigen, nach welcher sie dürsten. Ich hatte unglaubliches Glück zu überleben. Aber so viele nicht. Die Menschen, die aus dem genau gleichen Grund wie ich dort waren – eine lustige Freitagnacht zu haben - waren unschuldig. Diese Welt ist grausam. Und Akte wie dieser unterstreichen die Verdorbenheit der menschlichen Rasse und die Bilder dieser Männer, uns umkreisend wie Geier, werden mich den Rest meines Lebens verfolgen. Die Art, wie sie sorgfältig, ohne Rücksicht auf das menschliche Leben, bereits getroffene Menschen bei den Stehplätzen ins Visier nahmen, wo ich im Zentrum lag. Es fühlte sich nicht real an. Ich erwartete jeden Moment, dass mir jemand sagt, es sei nur ein Albtraum. Aber eine Überlebende dieses Horrors zu sein, lässt mich Licht auf die Helden werfen:

… Dem Mann, der mich beruhigte und sein Leben aufs Spiel setzte und mich deckte, während ich winselte.
… Dem Pärchen, dessen letzte Worte der Liebe mich ans Gute auf der Welt glauben lassen.
… Der Polizei, der es gelang, Hunderte Menschen zu retten.
… Dem völlig Unbekannten, der mich auf der Strasse aufnahm und mich während 45 Minuten beruhigte, in denen ich glaubte, dass der Junge, den ich liebe, tot war.
… Dem verletzten Mann, welchen ich fälschlicherweise für den Jungen hielt und bemerkte, dass er nicht Amaury war, der mich hielt und mir sagte, alles werde gut, obwohl er selbst alleine war und Angst hatte.
… Der Frau, welche ihre Türe für alle Überlebenden öffnete.
… Dem Freund, welcher mir eine Unterkunft angeboten hat und nach draussen ging, um mir neue Kleider zu kaufen, damit ich nicht das blutgetränkte Top tragen musste.
… Allen von euch, die mir unterstützende Nachrichten geschickt haben.
 

Ihr lässt mich glauben, dass die Welt das Potenzial hat, besser zu sein. Damit man das nie wieder passieren lässt. Aber in erster Linie geht dies an die 80 Menschen, die in dieser Halle ermordet wurden, die nicht so viel Glück hatten, die heute Morgen nicht aufgewacht sind und an all die Freunde und Familien, welche diesen Schmerz ertragen müssen. Es tut mir so leid. Es gibt nichts, was diesen Schmerz heilen könnte. Ich fühle mich geehrt, dass ich bei ihren letzten Atemzügen dabei sein konnte. Ich dachte, ich werde ihnen gleich folgen. Aber ich verspreche, dass ihre letzten Gedanken nicht den Tieren galten, welche all dies verursachten. Sie dachten an die Menschen, die sie liebten.

Als ich im Blut von Fremden lag und auf die Kugel wartete, die meine kurzen 22 Jahre beenden sollte, stellte ich mir jedes Gesicht vor, welches ich jemals liebte und flüsterte «Ich liebe dich». Immer und immer wieder. Ich reflektierte die Höhepunkte in meinem Leben.

Ich wünschte mir, dass die, die ich liebte, wüssten, wie sehr ich es tat – wünschte mir, dass sie, egal was mir passieren sollte, weiterhin an das Gute im Menschen glaubten. Diese Männer nicht gewinnen zu lassen. Letzte Nacht wurde das Leben von vielen für immer verändert und es liegt an uns, die besseren Menschen zu sein. Die Leben zu leben, von denen die unschuldigen Opfer dieser Tragödie geträumt haben, die sie tragischerweise niemals selbst erleben können. Ruhet in Frieden (RIP) Engel. Ihr werdet nie vergessen.»

(Die Übersetzung des Beitrags wurde mit Absätzen versehen, damit er einfacher zu lesen ist.)

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