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Fit oder Fett: Atmen wie ein Dieselmotor

Was haben Dieselmotoren, die Nase und Viagra gemeinsam? Sie produzieren Stickoxide.

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Eine richtige Atmung hilft bei Krankheiten, reguliert den Blutdruck und hebt die Stimmung. play
Eine richtige Atmung hilft bei Krankheiten, reguliert den Blutdruck und hebt die Stimmung. Getty Images

Dass Dieselmotoren zwar weniger Kohlendioxid, dafür aber viel mehr mehr Stickoxide ausstossen als Benziner, das weiss man nicht erst seit dem VW-Skandal. Weniger bekannt ist, dass auch wir je nach Atemtechnik entweder wie ein Benzin- oder wie ein Dieselmotor funktionieren. Atmen wir durch die Nase statt durch den Mund, bleibt mehr Kohlendioxid in der Lunge. Wenn wir zudem nicht lautlos, sondern wie Bienen summend ausatmen, erhöht sich laut dieser Studie die Produktion von Stickoxiden (bzw. Stickstoffmonoxid oder NO), um das 15-fache. Bei den Yogi ist diese Atemtechnik als Brahmari bekannt.

Stickoxide helfen bei der Immunabwehr

Sind denn Stickoxide nicht giftig? Ja, wenn sie im Smog und in Abgasen vorkommen, aber im Körper sind sie unerlässlich. Sie spielen sie eine wichtige Rolle als Botenstoffe und helfen etwa bei der Immunabwehr, bei der Entspannung Erweiterung der Blutgefässe und bei der Blutversorgung der Organe. Diese Erkenntnis ist relativ neu. Sie brachte 2008 drei Forschern den Nobelpreis für Medizin ein. Der Pharmakonzern Pfizer verdankt ihr Milliardenumsätze mit Viagra  - das ursprünglich als Blutdrucksenker entwickelt wurde. Inzwischen hat man noch eine ganze Reihe von positiven Wirkungen von Viagra entdeckt. So soll es etwa gegen Diabetes oder Alzheimer wirken. Doch darauf kann man sich ebenso wenig verlassen, wie auf die angeblich eher milden Nebenwirkungen Viagra.

Die ideale Atmung ist flach

Gut erforscht und belegt sind hingegen die Vorzüge einer konsequenten Nasenatmung. Schon die Yogi haben sie entdeckt und vor allem russischen Wissenschaftler (namentlich Valentin Buteiko) haben die Atmung gründlich studiert. Eine gute Erklärung und Anleitung zum Üben findet man hier. Das wichtigste in Kürze: Wie fast alle Säugetiere sind die Menschen dazu programmiert, mit dem Zwerchfell über die Nase zu atmen und zwar auch bei grossen körperlichen Anstrengungen. Die ideale Atmung ist flach, also «tief Luft holen». Bei flacher Ein-und Ausatmung über die Nase bleibt mehr Kohlendioxid bzw. CO2 in der Lunge. Das ist deshalb wichtig, weil Kohlendioxid das «Transportmittel» ist, das den Sauerstoff dorthin bringt, wo er gebraucht wird, in die Zellen und Muskeln. Zusammen mit Stickoxid, das die Blutgefässe erweitert, wirkt das wie Epo.

Die richtige Atemtechnik hilft bei Krankheiten

Doch nicht nur Sportler profitieren: Es gibt kaum eine chemische Reaktion in unserem Körper, in der Sauerstoff nicht eine wichtige Rolle spielt. Die richtige Atemtechnik ist zwar keine Wunderdroge, sie hilft allerdings bei praktisch allen Krankheiten. Insbesondere reguliert sie den Blutdruck, verbessert die Immunabwehr, versorgt das Gehirn mit mehr Sauerstoff und hebt die Stimmung.

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