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Fit oder fett: Ein klarer Kopf beginnt im Darm

Wir sind so gesund wie unser Darm. Für die ayurvedische Medizin ist das nicht neu. Sie weiss, wie man den Darm auf den Damm bringt.

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Was soll das? Eben haben wir hier und hier gelesen, dass es auf die Mitochondrien ankommt. Und nun soll es plötzlich der Darm sein? Gemach. Hier ist der Zusammenhang: Tatsächlich ist der Zustand der Mitochondrien (die Kraftwerke der Zellen) ein Abbild der Gesundheit insgesamt. Man kann ihre Funktionstüchtigkeit mit dem Laktat-Test messen und sie durch geeignete Zusätze und durch eine vitalstoffreiche Ernährung verbessern. Oft ist aber unser Verdauungstrakt nicht in der Lage, die Nahrung optimal zu verarbeiten und die nötigen Stoffe in die Zellen einzuschleusen. Dann nützt die Mitochondrien-Therapie zwar auch, aber man kann ihre Wirkung verbessern und beschleunigen, wenn zusätzlich noch den Darm saniert.

Das ist genau der Grund, warum ayurvedische Ärzte immer erst auf die Verdauung schauen. Nicht nur bei Magenschmerzen oder Durchfall, sondern etwa auch bei Gelenkschmerzen, bei Migräne, Depressionen, bei Alzheimer usw. Der ayurvedischen Medizin hat schon immer gewusst, dass zwischen dem Nerven des Darms und der Darmflora einerseits und dem Gehirn enge Wechselwirkungen bestehen. Die westliche Medizin entdeckt erst jetzt, dass unser Darm ein zweites Gehirn ist. So hat man – um nur ein Beispiel zu nennen -  die Botenstoffe identifiziert, welche unsere Darmbakterien produzieren, um in Hirn den Heisshunger auf das auszulösen, was dieser Bakterienstamm braucht – Zucker zum Beispiel.

Doch bis diese neuen Erkenntnisse in unsere medizinische Praxis einfliessen dauert es wohl noch ein paar Jahrzehnte. Die Ayurveda-Medizin hingegen behandelt Krankheiten seit Jahrhunderten indem sie zunächst einmal den Verdauungstrakt saniert. Wie sie das tut, kann man in einem faszinierenden Buch der indischen Ärztin Kulreet Chaudhary nachlesen, die in den USA zur Neurologin ausgebildet worden ist, und auf diesem Gebiet forscht und Patienten betreut. Zunächst tat sie das auf westliche Weise bis sie durch eigene Beschwerden wieder den Weg zurück zu ihren ayurvedischen Wurzeln gefunden hat. Jetzt bildet sie US-Ärzte in ayurvedischer Medizin aus.

Das Buch ist deshalb äusserst anregend, weil es die Ayurveda-Medizin mit dem aktuellen Stand der westlichen Gehirnforschung verbindet. Vor allen aber liefert es eine leicht anwendbare und in der Praxis erprobte Anleitung zur Sanierung nicht nur des Darmes, sondern auch des anderen Gehirns weiter oben. Hier ist das Programm:

• Man bürste sich jeden  Morgen vor der Dusche trocken ab.

• Man koche einen Liter Wasser auf, schütte je einen halben Teelöffel Kümmel- Koriander- und Fenchelsamen hinein und lasse das ganze 5 bis 10 Minuten kochen. Dann absieben und eine  Tasse direkt trinken. Den Rest in einer Thermoskanne warm halten und den Tag über trinken. Wer mag, kann auch Ingwer beifügen. Zusätzlich mindestens einen weiteres Liter Wasser oder Tee trinken. Immer warm.

• Abends 1 Gramm Triphala-Pulver (aus drei indischen Beeren und Früchten, Kostenpunkt ca. 10 bis 50 Rappen je nach Bezugsquelle)

• Jeden zweiten Abend je ein Teelöffel  gemahlenen Lein- und Flohsamen mit einer Tasse warmem Wasser trinken.

Das ist alles. Mehr braucht es nicht. Zumindest nicht in der ersten Phase und die dauert mindestens zwei  bis maximal vier oder fünf Wochen je nach Zustand der Verdauungsorgane. (Test in englisch siehe hier) Über die beiden nächsten Phasen sei hier noch nichts gesagt, denn der Körper braucht Zeit,  sich  umzustellen. In den ersten Tagen kann dieser Umstellung Müdigkeit bewirken auch Blähungen und Stimmungsschwankungen kommen vor. Doch schon bald werden sich positive Wirkungen bemerkbar machen – insbesondere ein klarer Kopf, erhöhte Vitalität, stabilere Verdauung und ein besserer Schlaf.  Allmählich wird sich auch der Geschmack verändern. Das untere Hirn sendete neue Botschaften an der obere. Einige verlieren die Lust auf Süsses, andere hören auf zu rauchen.

Fast alle Patienten von Kulreet Chaudhary haben übrigens schon in der ersten Phase einen willkommenen Nebeneffekt bemerkt:  Das Gewicht normalisiert sich. Für die meisten heisst das, dass sie abnehmen. Dies obwohl sie ihre Ess- und Lebensgewohnheiten nicht geändert haben, zumindest nicht bewusst und willentlich.  Der Körper tut das von allein. Er fällt dank einem gesünderen Darm allmählich in sein gesundes Gleichgewicht zurück. Das ist der Zweck der Übung.

Also los geht’s. Die nötigen Gewürze, Lein- und Flohsamen kann man sich in jeder Drogerie sofort besorgen. Triphala dauert etwas länger - hier oder hier. Bis zur Lieferung kann man sich mit anderen Anti-Oxidantien behelfen. Mehr dazu hier.

In drei Wochen geht es weiter mit der 2. Phase. Damit Sie den Beitrag nicht verpassen, bitte hier anmelden.

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