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Fit oder fett: Warum und wie Fleisch eben doch gesund ist

Fleisch ist gesund. Vorausgesetzt wir essen es so wie unserer Vorfahren, samt Knorpel und Knochen. Der Grund dafür heisst Glycin.

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Dass Fett ungesund sein soll und fett macht, das gehörte fast 30 Jahre lang zum Allgemeinwissen. Jetzt wissen wir es besser. Dafür sind seit ein paar Jahren die Kohlenhydrate unter Beschuss gekommen. Lowcarb ist in. Da ist etwas dran. Wer  Zucker, Fruktose und raffinierte Mehle weglässt, lebt gesünder. Gegen Kartoffeln Reis und Wurzeln ist hingegen wenig einzuwenden. Inzwischen ist auch der dritte Makronährstoffe, das Eiweiss, dran, Vor allem das tierische. Der texanische Arzt Garth Davis hat darüber ein Buch geschrieben. „Proteinaholics, wie uns unsere Lust auf Fleisch umbringt, und was wir dagegen tun können.“ In seiner Klinik hat er mit einer fleischlosen Kost massenweise Patienten wieder fit gemacht.

Doch ähnliche Erfolgsgeschichten gibt es auch von fleischlastigen Diäten. Der entscheidende Punkt aller Diäten ist der Verzicht auf Zucker, Süssgetränke und Raffiniertes. Alles andere ist Beigemüse, bzw. hängt vom Einzelfall ab. Beispiel: Wenn jemand schon unter Übergewicht, Insulinresistenz und zu hohem Blutdruck leidet, sind auch Kartoffeln und Reis nicht die beste Wahl.

Dennoch: Es gibt schon ein paar Verdachtsmomente gegen tierische Eiweisse: So zeigen etwa epidemiologische Studien (vergleichende Beobachtungen), dass Leute, die wenig tierisches Eiweiss zu sich nehmen weniger an Krebs erkranken und eine geringere Allgemeine Sterblichkeit aufweisen. Bei Menschen ab 65 kann dieser Zusammenhang allerdings nicht mehr beobachtet werden. Seltsam.

Zudem gibt es ein paar beunruhigende Studien, bei denen man Mäuse mit 4 oder 18 Prozent (der Gesamtkalorien) Eiweiss gefüttert und mit Krebszellen infiziert hat. Ergebnis: Je mehr Eiweiss, desto geringer die Überlebensrate und desto höher die Konzentration des Hormons IGF-1 (Insulinartiges Wachstumshormon). Dieses IGF-1 ist zumindest bei Mäusen und Affen auch ein Indikator für Langlebigkeit. Je weniger man davon hat, desto länger lebt man. Die entsprechenden Versuche nähren übrigens den Verdacht, dass Kalorienrestriktion (weniger essen) das Leben nur verlängert, wenn man das IGF-1 reduziert. Mehr dazu hier.

Also weniger tierisches Eiweiss essen? Nicht unbedingt, denn es sieht so aus, als ob nur eine Sorte Eiweiss, das Methionin, den Kurzlebigkeitseffekt versuracht. Methionin kommt etwa auch in Nüssen, Reis oder im Milcheiweiss Casein  vor. Von Casein weiss man, dass es in grossen Mengen Krebs fördern kann. Da Labormäuse  ihr Eiweiss ausschliesslich aus dem billigen Casein beziehen, könnte die erhöhte Krebssterblichkeit auch vom Casein kommen. Andere Eiweiss-Arten würden dadurch vom Verdacht der Krebsförderung entlastet.

Das gilt vor allem für das Glycin, ein schwefelhaltiges Eiweiss, das vor allem im Bindegewebe vorkommt. Untersuchungen mit Mäusen zeigen, dass zusätzliches Glycin genau diese lebensverlängernde Wirkung hat wie eine Einschränkung von Methionin.

Und was das nun unter dem Strich? Schliesslich sind wir keine Mäuse. Nein, aber wir sind die Nachkommen von Menschen, die – wenn sie denn Fleisch essen konnten – immer das ganze Tier verzehrt haben. Nicht nur das Muskelfleisch, sondern auch die Knochen, das Bindegewebe, die Innereien. Darauf hat die Evolution unser Verdauungssystem programmiert.

Konkret heisst das: Fleisch mässig, biologisch und mitsamt Knochen und Knorpelmasse. Kauft man auch die billigen Teile mit, ist auch biologisches Eiweiss nicht teurer. Mit einer tüchtigen Knochenbrühe oder mit einem biologischen Suppenhuhn baut man die eigene Knorpelschicht auf, baut der Arthrose vor und das Immunsystem auf. Sogar gegen Diabetes soll es helfen. Siehe hier oder hier.

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