Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

Fortschrittlich: Diese Firma gibt Mitarbeiterinnen während der Menstruation frei

Das Beste daran? Ein offener Umgang mit Menstruation könnte sogar gut fürs Geschäft sein.

, Aktualisiert 1'487 Reax , 7'369 Views
teilen
teilen
48 shares
Das Team von Coexist will künftig offen über das Thema Menstrualität sprechen. play
Das Team von Coexist will künftig offen über das Thema Menstrualität sprechen. Coexist

Sie betrifft die Hälfte der gesamten Weltbevölkerung und ist trotzdem immer noch ein Tabu-Thema: Die Menstruation. Für viele Frauen ist die Periode eine Zeit starker Schmerzen, die ihnen das Alltagsleben - und damit auch den Job - erschwert. Im Arbeitskontext wird über die Menstruation kaum geredet, denn die meisten Frauen (und Männer natürlich) gehen davon aus, dass die Menstruation kein zulässiger Grund ist, um sich in irgend einer Weise zu schonen.

Diesem Tabu will die Britische Firma Coexist nun entgegenwirken. Das Unternehmen will ab dem 15. März eine «Period Policy», also eine neue interne Regelung zum Umgang mit Menstruationsschmerzen einführen. Das Ziel: Die Anpassung des Arbeitspensums an den natürlichen Zyklus der Frau.

Produktivität ankurbeln

Das tägliche Geschäft der Britischen Firma Coexist ist es, in Bristol Räume für kreative Kleinunternehmen zu vermieten. Nun hat das Unternehmen das Wohl seiner weiblichen Angestellten ins Visier genommen. Bex Baxter, Personalmanagerin bei Coexist und Initiantin der Idee, erklärte der «Bristol Post» den Hintergrund: «Als Personalmanagerin habe ich oft Frauen gesehen, die sich wegen ihrer Periodenschmerzen am Pult gekrümmt haben.» Ausserdem, so Baxter weiter, schämen sich die Frauen und fühlen sich schuldig, wenn sie wegen der Schmerzen nach Hause gehen. «Also sitzen sie oft still an ihren Arbeitsplätzen und wollen es nicht wahrhaben.»

Coexist möchte das in Zukunft ändern und ermutigt seine weiblichen Angestellten, offen über ihre Periode zu sprechen. Bei starken Schmerzen sollen die Frauen ausserdem frei bekommen, denn, so Baxter, «der Monatszyklus ist die natürliche Uhr der Frauen. Er zeigt den Frauen, wann sie am produktivsten arbeiten, und wann sie weniger Energie haben.» Baxter habe festgestellt, dass Frauen nach ihrer Periode drei mal so produktiv seien wie sonst - und sich dafür während der Menstruation eher schonen sollten. «Den weiblichen Zyklus zu respektieren, kann positive Auswirkungen auf das Geschäft haben - und auf die Gesundheit der Mitarbeiterinnen, natürlich.» Baxter glaubt nicht, dass die neue Regelung das Unternehmen Geld kosten wird. Im Gegenteil: «Das Vorurteil, dass mehr Freizeit schlecht fürs Geschäft ist, ist weitverbreitet. Aber es stimmt nicht.»

Mehr Freiheit bei der Wahl der Freizeit

Coexist ist nicht die einzige Firma, die auf die Bedürfnisse ihrer Angestellten eingeht. Der Sportriese Nike erlaubt seinen Mitarbeiterinnen Freistunden, wenn sie starke Periodenschmerzen haben. Netflix gehörte zu den ersten Firmen, die ihre Ferienwochen-Regelung abgeschafft haben - um ihrem Mitarbeitern die freie Wahl zu überlassen, wann und wie lange sie Freizeit benötigen. Das alles unter der Voraussetzung, dass der Job nach gutem Gewissen und effizient erledigt und nicht vernachlässigt wird. Die Arbeit soll also nicht anhand der Stunden, die im Büro abgesessen werden, beurteilt werden. Sondern nach dem, was eigentlich zählt: Dem Job, der erledigt wird.

Freiheit und Verantwortung: Der Netflix-Verhaltenskodex, in dem steht, dass die Mitarbeiter über selber über ihre Freizeit entscheiden können. play
Freiheit und Verantwortung: Der Netflix-Verhaltenskodex, in dem steht, dass die Mitarbeiter über selber über ihre Freizeit entscheiden können. Netflix Culture

 

Das alles klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Doch die Idee, als Unternehmen die Bedürfnisse seiner Angestellten zu respektieren, ist vielversprechend. Unter Schmerzen zu arbeiten, ist der Produktivität der Angestellten und somit der Qualität der Arbeit kaum dienlich. Die Möglichkeit, seine Arbeitszeit selber einzuteilen und die versäumten Stunden anderweitig wettzumachen, hingegen schon. Vor allem in der Zeit der Digitalisierung, in der wir morgens im Tram schon das Tagesprogramm durchgehen und abends noch schnell ein paar Geschäftsmails durchgehen und beantworten, werden solche Freiheiten von den Mitarbeitern sehr geschätzt. Was wiederum zu mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz und mehr Einsatz und Energie für den Job führt.

Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Bilder des Tages

Mehr zum Thema

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren

Social Stream


Das könnte dich auch interessieren

Bilder des Tages

Bilder des Tages: Papa Bär auf Fischjagd
0 Reax

Heiss auf Blick am Abend

Schnügel des Tages

Schnügel vom 05.12.2016
0 Reax