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Gemeine Diebe: «Traurig, aber man muss halt da mit leben»

In acht Jahren wurde bei Velohändler Thomas Ernst von der Velo Zürich GmbH zehnmal eingebrochen. Immer bloss für ein paar Franken.

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Ein trauriges Jubiläum sei das, sagt Thomas Ernst (35). In seinem Geschäft an der Flüelastrasse mitten in Zürich wurde schon zum zehnten Mal eingebrochen. Dabei gibts die Velo Zürich GmbH erst seit 2008.

In der Nacht auf Dienstag klingelte um vier Uhr morgens der Alarm im Velogeschäft. Der Dieb rannte wohl in den Laden, klaute das Münzfach und haute sofort wieder ab. «Es ist ärgerlich, ich musste dann die ganze Nacht dort rumstehen. Die Polizei kam mit Hunden und suchte nach dem Einbrecher, aber man fand ihn nicht mehr.» 230 Franken in Münz kamen weg. «Wir nehmen immer die Noten raus und lassen die Kasse offen, sodass dort wenigstens nicht auch noch Sachschaden entsteht.» Die 230 Franken sei die bisher grösste Deliktsumme. «Bei uns ist gar nicht so viel zu holen, aber wir sind an diesem Standort halt etwas abgelegen und die Strasse ist nachts kaum befahren.» Bei einem der zehn Einbrüche wurde einmal ein E-Bike gestohlen. «Wohl als Fluchtfahrzeug», sagt Thomas Ernst. Es tauchte später auf einem Flohmarkt wieder auf.

Der Kleber der Alarmanlage ist gut sichtbar.

Dass die Hausbesetzer vom benachbarten Koch-Areal hinter den Einbrüchen stecken könnten, glaubt er nicht. «Wir wurden schon vorher Opfer, bevor sie einzogen.» Auch wenn es traurig und ärgerlich sei, er müsse halt mit den Einbrüchen leben – wegziehen sei keine Option und mehr als eine Alarmanlage installieren sei leider nicht möglich. «Es ist ein altes Gebäude mit vielen Scheiben, das kann man schlecht mit Gittern absperren – es gibt zu viele Angriffspunkte für die Einbrecher.»

Immerhin: Nach Einbruch Nummer 8 hat er ein Licht mit Bewegungsmelder installiert, sodass wenigstens der Alarmanlagen-Kleber gut sichtbar ist. Nach Nummer 10 hat er nur noch ein Schulterzucken übrig: «Ich habe mich schon daran gewöhnt.»

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