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Grausame Methoden: So wurden früher gewöhnliche «Krankheiten» behandelt

Wir sind unglaublich froh, im 21. Jahrhundert zu leben!

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1. Hämorrhoiden

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Schon zu Zeiten Hippokrates kannte die Menschheit Hämorrhoiden. Der wohl berühmteste Arzt des Altertums schrieb denn auch eine mögliche Behandlungsart auf, die uns nur schon beim Gedanken daran Übelkeit verursacht: Eine im Feuer erhitzte, ergo glühende, Eisenstage. Oder gleich mehrere davon. Was der Arzt damit im Zusammenhang mit Hämorrhoiden machte, können wir uns leider nur zu gut vorstellen - und das wird auch in einschlägigen Illustrationen überliefert. Die lästigen Adern sollten richtiggehend verglüht werden - die Nebenwirkungen dieser Praxis wollen wir uns aber gar nicht erst vorstellen!

2. Harnsteine

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Auch Harnsteine plagen die Menschheit seit Jahrtausenden. Sogar bei ägyptischen Mumien wurden die schmerzhaften Steinchen schon gefunden! Im Mittelalter gab es Ärzte, die sich auf die «Heilung» dieser lästigen Dinger spezialisierten. Die Methode: Mehrere (!) Männer hielten den Patienten fest und brachten ihn in die Position, die auf dem obenstehenden Bild dargestellt wird. Der Arzt ertastete dann die Harnsteine mit seinen Fingern und stach mit einem chirurgischen Instrument zwischen Anus und Geschlechtsteile, um die Urinsteine dann von Hand herauszudrücken. Wenn das nicht reichte, setzte der Arzt ein Hakenförmiges Instrument ein, um die Steine zu entfernen. Die Angelegenheit konnte ziemlich blutig werden und wurde oftmals mit Geburten verglichen.

3. Stottern

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Stottern wird heute nicht mehr als Krankheit verstanden, doch früher war dem noch so. Um Stotterer zu heilen, wurden ziemlich brutale Methoden angewendet - ein Teil der Zunge wurde mithilfe einer Zange abgeschnitten; natürlich ohne Narkose oder Antibiotika. Hemiglossektomie nennt sich diese Praxis, die im 18. und 19. Jahrhundert betrieben wurde. Gegen das Stottern nützte es meistens nichts - wenn denn der Patient den Eingriff überhaupt überlebte. Manche verbluteten, bevor sie es herausfinden konnten.

4. Die Antwort auf fast alles: Urin.

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Bevor es MRIs und Röntgenbilder gab, mussten sich die Ärzte auf ihre Sinne verlassen - auch auf den Geschmackssinn. Um herauszufinden, an welcher Krankheit ein Patient litt, «untersuchten», sprich tranken, die Ärzte daher auch seinen Urin. Thomas Willis stellte 1674 dabei fest, dass der Urin von Diabetikern «wundervoll süss, als ob Honig oder Zucker darin enthalten wäre» sei.

5. Impotenz

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Auch die Impotenz sehen wir heutzutage nicht unbedingt als Krankheit an, doch früher dachten sich die Ärzte etliche Gegenmittel gegen dieses Gesundheitsproblem aus, um es wie eine herkömmliche Krankheit zu heilen. So zum Beispiel elektronische Gurte, die um die Taille getragen wurden und dem besten Stück des Mannes Elektroschocks verpassten. Du hast richtig gelesen. Elektroschocks. Wir wollen uns die Schmerzen, die bei dieser «Behandlung» hervorgerufen wurden, gar nicht erst vorstellen!

6. Depression

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In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts suchten die Ärzte nach einem Mittel gegen Depressionen und geistige Krankheiten wie Schizophrenie. Sie fanden eine mögliche Behandlungsmethode in der Lobotomie: Dem Einstechen einer langen, spitzen Nadel in die Augenhöhle, mit dem Ziel, gewisse Punkte im Hirn anzustechen. Während wir heute beim Gedanken daran erschauern, war die Lobotomie damals weitverbreitet, wie viele Fotografien und schriftliche Zeugnisse aus der Zeit belegen.

7. Hysterie

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Als «hysterisch» wurden gegen Ende des 18. Jahrhunderts Frauen beschrieben, die sich nicht verhielten, wie die Gesellschaft es ihnen vorschrieb. Frauen, die eine eigene Meinung hatten und sich dem Willen ihrer Männer nicht beugten, wurde gegen diese «Krankheit» eine Liegekur verschrieben: Sie wurden in Pflegeinstitutionen geschickt und durften dort monatelang das Bett nicht verlassen. Ablenkung war auch nicht erlaubt - keinen Besuch oder Bücher also. Erfunden hatte diese «Behandlungsmethode» Silas Weir Mitchell, und sogar die berühmte Schriftstellerin Virginia Woolf musste sie über sich ergehen lassen.

In all dem Grauen doch noch etwas Positives

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Es gab jedoch auch eine alternative Behandlungsmethode gegen Hysterie, die den Frauen wohl sehr viel mehr Vergnügen bereitet hat. Einige Ärzte wendeten Massagen an, um die Frauen von ihrer «Krankheit» zu heilen - und diese an einem sehr spezifischen Ort, nämlich den Vaginas der Patientinnen. Aufgrund der hohen Nachfrage nach dieser Behandlungsmethode wurde der Vibrator erfunden, der den überstrapazierten Ärztehänden Abhilfe verschaffte. Wenigstens gelingt es uns somit doch noch, diesen Artikel mit einem Happy End zu beenden!

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