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Haare statt Wolle: Diese Schafe kommen ungeschoren davon

Wolle ist ein Verlustgeschäft für Schafhalter. Die Baselbieterin Katharina Bitterli setzt nun auf Tiere, die keine Wolle tragen.

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Katharina Bitterli  und ihre Nolana-Schafe. play
Katharina Bitterli und ihre Nolana-Schafe. zvg

Katharina Bitterlis Schafe sehen aus, wie Schafe eben aussehen. Dennoch unterscheiden sie sich von den rund 400 000 anderen Schafen, die in der ganzen Schweiz gehalten werden – und zwar in einem entscheidenden Punkt: Bitterlis Tiere tragen ein Haar- statt eines Wollkleids.

Im Frühling dünnt sich dieses von alleine aus, im Herbst wächst es wieder nach. Eine Schur ist damit nicht mehr nötig. Nolana-Schafe heisst die Rasse, die man vor rund 20 Jahren in Deutschland zu züchten begann. Grund: Die Zeiten, als sich mit Wolle Geld verdienen liess, sind in Europa längst vorbei.

Für die Textilherstellung werden heute zum Grossteil pflanzliche und immer häufiger synthetische Fasern eingesetzt. Wirtschaftliche Gründe waren es denn auch, die Bitterli zu einem Umdenken bewogen.

Während Jahren hielt die Schäferin aus Häfelfingen BL rund 120 Fleischschafe. Zweimal pro Jahr gingen diese zum «Coiffeur». Für Bitterli hiess das jeweils: Zwei Tage vorbereiten, Helfer organisieren. «Es war jedes Mal ein riesiger Stress», sagt Katharina Bitterli rückblickend. Vor allem aber: Das Scheren war ein Verlustgeschäft. Für das Kilo Wolle erhielt Bitterli gerade noch 50 Rappen. Als der Wollpreis abermals sank, sagte sie: «So, jetzt reichts.» Sie erinnerte sich an einen Zeitungsartikel über Haarschafe, packte die Koffer und besuchte eine Nolana-Zucht in Deutschland. 

Mittlerweile verfügt Bitterli über eine Schafherde von rund 120 Tieren. «Für mich müssen Schafe nicht zwingend Wolle haben», sagt sie pragmatisch. Die Schafhaltung müsse in erster Linie wirtschaftlich sein. Bitterli gibt zu bedenken, dass Schafe ein Haarkleid trugen, bevor sie domestiziert wurden. So gesehen seien Nolana-Schafe eine Rückkehr zur Urform. «Back to the roots».

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