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«Hell or High Water»: Trostlos und überwältigend

«Hell or High Water» zeigt den stolzen Staat Texas als trostlosen Ort. Sie mag den Überraschungseffekt, ihn erinnert der Western an einen Coen-Klassiker.

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Lukas Ruettimann sagt:

Niemand aus meinem Umfeld würde ernsthaft in Erwägung ziehen, für Donald Trump zu stimmen. Warum das aber selbst zurechnungsfähige Amerikaner anders sehen können, zeigt «Hell or High Water»: Das trostlose Bild, welches der stolze Bundesstaat Texas im Western-Drama von David Mackenzie abgibt, schreit förmlich nach radikalen Veränderungen. Egal, wie. Egal, durch wen.

Auch den Figuren, die Chris Pine und Ben Forster spielen, steht das Wasser bis zum Hals. Ihr krimineller Werdegang wird dem Zuschauer erklärt, der Film spielt geschickt damit, die Rollen der Guten und Bösen nicht klar abzugrenzen. Denn auch Jeff Bridges als Mann mit Stern ist hier nicht der grosse Sympathieträger. «Hell or High Water» ist ein ruhiger, ein starker Film. Einer, der auf Tiefgang und gute Schauspieler statt auf CGI-Spektakel setzt. Nach einem Sommer voller Blockbuster-Enttäuschungen eine Wohltat. Auch weil der Film dank Humor und eindrücklicher Stimmung an den grandiosen Coen-Klassiker «No Country for Old Men» erinnert.

In beiden Filmen ist der «Lone Star»-State der eigentliche Star des Films, doch auch die Schauspieler tragen dazu bei, dass man das Kino überwältigt verlässt. Ein Film, zu dem der Slogan «Make America great again» garantiert besser passt als zu Donald Trump.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

Tanya König sagt:

Ein Film gefällt, wenn er überrascht. Die einen ­versuchens mit viel Krach, schnellen Schnitten und Action, andere haben den Lärm nicht nötig. In «Hell or High Water» gibt es zwar einige Schusswechsel und dann und wann eine Explosion, doch die Stärke liegt im Wissen, wann es keine Aktion braucht.

Mit atemberaubenden langen Einstellungen führt uns die Kamera nach Texas. Wir tauchen in die dortige Realität ein: Waffen-Kultur, Immobilien- und Bankenkrise, Ungerechtigkeit. Was hier plakativ aufgezählt wird, wird im Film subtil behandelt. Vordergründig sehen wir Chris Pine (aus «Star Trek») und Ben Forster, die als Brüder eine Bank nach der anderen ausrauben. Ihr Gegenspieler ist Oscar-Preisträger Jeff Bridges, der sie als Sheriff sucht. Dazwischen zeigt uns die Kamera die vielen «Zum Verkauf»-Schilder vor leer stehenden Häusern oder die trostlose Weite Texas’.

Chris Pine beweist, dass er mehr kann als nur gut aussehen und fähig ist, auch einen nachdenklichen ­Charakter zu spielen. Da schaue ich gerne zu. Die Frage stellt sich, wer eigentlich die Bösen sind. Die Verbrecher sind es auf jeden Fall nicht.

Ein Film, der einiges zu sagen hat, dies jedoch auf eine stimmungsvolle und manchmal sogar humorvolle Weise tut. Mich hat er jedenfalls überrascht.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

«Hell or High ­Water»

Abstract: Tobys Familie war schon immer arm. Trotzdem hatten sie ihr Stück Land und ihre Farm. Nun droht Toby aufgrund überfälliger Bankschulden alles zu verlieren. Deshalb fasst er einen gefährlichen Plan: Zusammen mit seinem Bruder Tanner, der vor kurzem aus dem Knast entlassen wurde, möchte er mit Überfällen das nötige Geld auftreiben. Opfer sollen Filialen der Bank sein, denen Toby Geld schuldet. Das geht lange gut. Schon bald aber heften sich zwei knallharte Gesetzeshüter an ihre Fersen.

Länge: 102 Min.

Land: USA

Besetzung: Chris Pine, Ben Forster, Jeff Bridges, Dale ­Dickey, Paul Howard Smith, William Sterchi

Regie: David Mackenzie

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