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High-Tech Rettung in Luzern: Drohnen retten Bambis das Leben

Rehkitze fallen oft Mähdreschern zum Opfer. Ein Verein sammelt Geld, um das zu verhindern.

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Sie werden von Mitte April bis Mitte Juli in den ersten Wochen ihres Lebens von ihren Müttern ins hohe Gras gesetzt. Sie sind geruchlos, klein und durch die natürliche Färbung ihres Fells fast perfekt getarnt: Rehkitze.

Sie haben den Instinkt, sich bei Gefahr flach zu ducken, um sich so vor ihren Fressfeinden zu schützen. Was als Schutz gedacht war, endet oft tödlich: Tausende Rehkitze werden jährlich beim Mähen der Wiesen durch die Mähmaschinen getötet oder verstümmelt. Zusätzlich können sich durch die Kadaverteile Erreger ausbreiten, die für Kühe lebensbedrohlich sind.

Die konventionellen Methoden, um Rehkitze zu vertreiben oder aufzuspüren, sind zu wenig effizient und nicht immer zuverlässig», schreibt der Verein Rehkitzrettung Zug/Zentralschweiz auf seiner Website.

Aus diesem Grund hat die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften eine neue Methode entwickelt, um die Rehkitze aufzuspüren: mit einer auf einer Drohne befestigten Wärmebildkamera, die systematisch die Wiesen vor dem Mähen abfliegt. Die Bilder werden dann live auf einen Bildschirm am Boden übertragen, auf dem die Kitze aufgrund ihrer Körpertemperatur als helle Flecken erscheinen.

In der ganzen Schweiz sind seit 2013 sechs ehrenamtliche Drohnen-Piloten des Vereins Rehkitzrettung unterwegs, die von Mitte April bis Mitte Juli regelmässig schon morgens um vier Uhr aufstehen, um mit den Drohnen und Wärmebildern die Felder der Bauern zu überprüfen. «Der Anblick der geretteten Rehkitze macht den grossen Aufwand und die vielen Vorbereitungen vergessen», sagt Mario Kaufmann (32), ehrenamtlicher Helfer des Vereins.

Per Wärmebild werden die Rehkitze sichtbar.

Nun sammelt der Verein auf einer Crowdfunding-Plattform Geld für eine neue Software, welche die Rehkitzrettung aus der Luft effizienter macht.  «Diese würde den Bauern ermöglichen, die Felder schnell und einfach online einzugeben», sagt Mario Kaufmann.

Das Programm würde automatisch die effektivste Flugroute für die Drohne ausrechnen. Der Pilot muss die generierte Datei nur noch überprüfen und dem Fluggerät schicken – fertig. Durch diese Vereinfachung würde viel Zeit gewonnen. So könnten noch viel mehr verirrte Rehkitze gerettet werden.

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