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Hilfe vor Ort: «Ich kam als anderer Mensch zurück»

Der Basler Verein «Be Aware and Share» brachte zehn Tonnen Hilfsgüter an die ungarische Grenze. Eine zweite Reise folgt bald.

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Es sei für die Flüchtlinge der Westbalkan-Route noch das letzte Stückchen grüne Grenze zwischen Kroatien und Ungarn, berichtet «ZDF heute». Ein paar Meter offener Zaun bei Botovo (Kroatien). Genau an diesen Ort reiste der Basler Bastian Seelhofer (28) mit seinem Verein «Be Aware and Share» letztes Wochenende, um zehn Tonnen Hilfsgüter an Flüchtlinge zu verteilen. Ein weiterer Transport ist bereits für dieses Wochenende geplant.

Der Aufbau des Lagers an der Zughaltestelle mitten im Niemandsland, wo alle drei bis vier Stunden ein Zug mit bis zu 3000 Flüchtlingen ankomme, sei jeweils sehr sachlich und organisiert abgelaufen. Trotzdem habe die ganze Situation auch sehr starke Emotionen ausgelöst. «Der eine oder andere von uns brach in Tränen aus, musste seinen Emotionen freien Lauf lassen und eine Weile aussetzen.» Dafür

sei dann die Gruppe der Helfer füreinander da gewesen.

Neben Wasser und Kleidern würde es den meisten ankommenden Flüchtlingen vor allem auch an Informationen fehlen. «Viele wissen überhaupt nicht, wo sie sich befinden oder wie lange sie bis zum nächsten Zug laufen müssen.»

«Zurück in Basel, fühlte ich mich überflüssig.»

Aufgenommen wurde die 14-köpfige Basler Crew von einer lokalen Gastfamilie, die sich ebenfalls für die ankommenden Flüchtlinge einsetzt. «Seit vier Wochen geht die Familie jeden Tag an den kroatischen Bahnhof und verteilt dort Hilfsgüter», sagt Seelhofer.

Die Gastfamilie wurde für die Basler zur Basis. Dort lagern auch jetzt noch tonnenweise Hilfsgüter. Damit diese auch ohne die Anwesenheit der Basler Helfer an die Hilfsbedürftigen gelangten, brauche es eine bessere logistische Organisation. «Deshalb fahren wir am Sonntag nochmals nach Botovo und helfen, eine Logistik aufzubauen», sagt Seelhofer. Zudem bringen sie nochmals etwa zwei Tonnen Material vor Ort. Gespendet unter anderem von der Aktion «Basel hilft mit». Unterstützung gibt es auch von ihren Arbeitgebern: Zehn der 14 Helfer bekamen dafür extra frei.

Der Verein wird so lange wie möglich auf Botovo setzen. Aber: «Wir sind auch für weitere Projekte offen.»

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