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HSLU-Absolventin veredelt Abfallprodukt: Bison ist fast so weich wie Kaschmir

LUZERN - LU - Die HSLU-Absolventin Sabina Brägger (26) verarbeitet Wolle von Bisons, die sonst im Abfall landen würde, zu Mode.

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Sabina Brägger. play
Sabina Brägger. ZVG

«Mir ist es ein Anliegen, Ressourcen zu nutzen, die hier vorhanden sind, aber derzeit nicht verwendet werden», sagt Sabina Brägger (26). Sie hat diesen Sommer ihr Studium an der Hochschule Luzern Design & Kunst abgeschlossen – mit einer Masterarbeit zu Bisonwolle.

Tatsächlich werden in der Schweiz Bisons gehalten. Genutzt wird vor allem ihr Fleisch. Dabei sei deren Wolle hochwertig. «Sie wärmt sehr stark und ist sehr leicht und fein, fast wie Kaschmir.»

Das Aussehen der Haare variiert je nach Körperteil. «Dadurch entstehen verschiedene Design-Möglichkeiten.» Die Wolle hat Sabina Brägger, die in Olten wohnt, selbst gesammelt – auf Höfen in Avenches VD und Les Plaines de Rosière (GE). Bisons verlieren ihre Winterhaare beim Wechsel auf das Sommerfell. Dann kann man sie auf den Feldern sammeln. Anfangs ist das Fell dadurch mit Staub und Heu verunreinigt. Es sei aber kein Problem, dieses zu waschen. Weiter hat Sabina Brägger – wie auch bei Schafen – durch Scheren Wolle gewonnen.

Aus dem Stoff sollen Fliegen, Krawatten, Mäntel, Pullover, Schals, Vorhänge, Lampenschirme usw. entstehen. Im Handel sind sie derzeit noch nicht erhältlich. «Ich habe sie erst designt, in Produktion sind sie noch nicht.» In der Masterarbeit sei es in erster Linie darum gegangen, das Material kennenzulernen. «Es war hier bisher praktisch unbekannt. Verwendet wurde Bisonwolle vor allem von den amerikanischen Ureinwohnern.»

Die Preise dürften letztendlich im höheren Segment liegen, da die Produktion aufwendig und nachhaltig ist. Brägger hat übrigens bereits Erfahrung mit der Verarbeitung von Resten. Für ihre Bachelorarbeit hat sie Mode aus Fischhaut gemacht. Vom Verkauf dieser Produkte kann Brägger bereits leben.

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