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In 5 Minuten gekauft, ohne gültige ID: So leicht kommt ein Minderjähriger in den USA an eine Waffe

Trotz Massaker im Gay-Club ist das Sturmgewehr AR-15 beängstigend einfach zu erwerben.

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Cody Davis (20) ist Student und Journalist aus Virginia, USA, und wollte testen, wie einfach es ist, an eine Waffe zu kommen. Dabei stellte er Erschreckendes fest. Aber fangen wir beim Hintergrund an.

Um was geht es?

Wenige Tage nach dem schrecklichen Attentat in Orlando, bei dem in der Nacht zum Sonntag 49 Menschen in einem Club getötet wurden, stellte sich Davis eine Frage. Und zwar wie einfach es sei, an eine ähnliche Waffe zu kommen, wie sie der Attentäter benutzt hat. «Ich fragte mich, wie schwer es wohl sein kann, einfach in einen Laden zu laufen und eine Pistole zu kaufen», schreibt Davis auf «thetab.com».

Die Attentäter-Waffe als Empfehlung

Im Laden fragt (der in den USA minderjährige) Davis nach einer Waffe, die sich gut zur Verteidigung seines Zuhauses eigne. Die Frau hinter dem Tresen lacht und fragt ihn: «Gewehr oder Shotgun?». Davis schaut sich erst die Shotguns an. «Ich war erstaunt, dass mich bisher niemand nach meinem Alter oder meiner Erfahrung mit Schusswaffen gefragt hat», schreibt er. Eine der Shotguns gefällt ihm besonders, also macht er ein Foto davon. Dann wird der Filialleiter auf Davis aufmerksam und fragt ihn, wie alt er sei. Davis antwortet ehrlich, worauf der Filialleiter einen Hinterschaft auf den Tresen legt. «Warten Sie. Mit einem Schaft ist die Waffe schon ab 18?», fragt Davis. Die beiden Verkäufer nicken mit einem Lachen im Gesicht. Dann fragen sie ihn, ob er jetzt eine AR-15 sehen möchte. Diese Art Sturmgewehr, auch unter der militärischen Bezeichnung M16 bekannt, wurde vom Attentäter in Orlando verwendet.

Es braucht nur eine abgelaufene ID

«Ich war überrascht. Mit dieser Waffe wurden wenige Tage zuvor viele Menschen getötet. Ich fragte nicht mal danach, sie wurde mir quasi angedreht», schreibt Davis. Mit einem weiteren Angestellten, der in Davis' Alter ist, spricht er etwa fünf Minuten über die Waffe. Dann fragt er, ob er die Waffe jetzt sofort kaufen könne. Die Antwort ist natürlich ein Ja. «Klar, ich brauche nur deinen Führerschein und dann müssen wir etwas Papierkram ausfüllen», sagt der Verkäufer. Davis zeigt ihm die ID, die letzte Woche abgelaufen war. Das hat den Angestellten aber nicht gestört. Er bereitet die Waffe und einige Formulare vor «Füll das aus, dann ist alles geregelt», sagt er zu Davis. Dieser lehnt aber ab und sagt, er brauche noch etwas mehr Zeit, um sich für eine Waffe zu entscheiden. Dann läuft er zurück zu seinem Auto.

Das Bedenkliche

«Es dauerte Sekunden, bis mir jemand die AR-15 andrehen wollte. Wenn ich einige Minuten den Papierkram ausgefüllt hätte, wäre ich noch heute mit der Waffe nach Hause gefahren. Kein umfänglicher Hintergrund-Check, keine Abklärungen. Meine abgelaufene ID reichte», schreibt Davis entsetzt. Der Laden machte dabei nichts Illegales, hält Davis fest.

Und trotzdem. Es war für Davis unglaublich leicht, an eine tödliche Waffe zu kommen. Wenige Tage nach dem folgenschwersten Terrorakt in den USA seit dem 11. September. Davis' Fazit: «Wer diese Geschichte liest und glaubt, es müsse nichts geändert werden, braucht Hilfe.»

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